September 2017
10.09.2017 -
08.10.2017
2017 / 201709 / 201710 / Ausstellung
knowbotiq
The Swiss Psychotropic Gold Refining
what is your mission?

knowbotiq (Yvonne Wilhelm & Christian Huebler)
 

Oktober 2017
27.10.2017 -
29.10.2017
2017 / 201710 / Symposium
trans-local Sympodium
What’s Wrong with Performance Art?

Camille Aleña, Madeleine Amsler, Antoine Bellini and Lou Masduraud, Donatella Bernardi, Linda Cassens Stoian, Delphine Chapuis Schmitz, Voin de Voin, Mo Diener, Heike Fiedler, Gilles Furtwängler, Lia García, San Keller, Elise Lammer, Milenko Lazic, Valerian Maly, Federica Martini, Sibylle Omlin, Denis Pernet, Guillaume Pilet, Nathalie Rebholz, Chris Regn, Dorothea Rust, Pascal Schwaighofer, Bernadett Settele, Dimitrina Sevova, Kamen Stoyanov, Katharina Swoboda
 

Wednesday, 17.12.2008
19:00h

 

Vortrag
Ausnahmezustand, was heisst das?
Sicherheit vor Recht — Moral statt Ethik

Conradin Wolf
 

Das Gespräch findet im Rahmen der Ausstellung von Seline Baumgartner im Wartesaal statt.

In der Video-Audio-Installation "Shake Hands with the Devil" geht Seline Baumgartner der Frage von Selbstbestimmung nach. Dabei erforscht sie auf psychologischer Ebene Verhaltensweisen in Extremsituationen. Ausgangssituation bilden dabei vor allem jüngste Kriegsverbrechen, wo durch die Medien Verhaltensweisen der beteiligten Täter und betroffenen Opfern genaustens dokumentiert wurden. Dabei sind einige Taten von schier unvorstellbarer Grausamkeit aufgefallen und haben Fragen nach moralischem Verhalten in politischen Ausnahmezuständen aufgeworfen. Der Fakt, dass Menschen aufgrund solcher Ausnahmezustände zu Handlungen fähig sind, die man ihnen unter alltäglichen Bedingungen nicht im mindesten zutrauen würde, ist seit jeher beobachtbar. Seline Baumgartner untersucht in ihrer Arbeit anhand von psychologischen sowie literarischen Auszügen dieses Phänomen. Im Zentrum steht das Verhältnis von Selbstbestimmung und Fremdeinfluss.

Bereits in ihrer letzten Arbeit "Back Home", welche im Rahmen der Zürcher Stipendien Ausstellung im Helmhaus gezeigt wurde, thematisierte die Künstlerin die Rolle von Kriegsveteranen und verweist dabei auf die Grenze von Täter und Opfer, welche sich zu verwischen beginnt. Aus den wiedergegebenen Gesprächen mit den ehemaligen Soldaten wird klar, dass sie mit ihrem Verhalten eigene moralische Werteinstellungen überschritten haben.

Posted by Urs Lehni