The Uncanny --
Mike Kelleys schillerndes Langzeitprojekt

The Uncanny, 1993
Zur Zeit für 730 € bei Amazon im Angebot – "The Uncanny by Mike Kelley, artist" der Katalog zur vielbeachteten Ausstellung in der Tate Liverpool und dem Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien, 2004, ist mein Einstieg zu Kelleys Auseinandersetzung mit dem Unheimlichen, wie es als ästhetische Qualität von Freud beschrieben und von Kelley für den Ausstellungsraum angewandt wurde. Das Buch enthält neben den üblichen Komponenten eines Ausstellungskatalogs, wie Vorwort, kontextualisierende Essays, Werkverzeichnis, Dank usw., eine Erklärung von Kelley selbst sowie eine Reihe von Installationsansichten, die deutlich machen, dass die beiden Ausstellungen in Liverpool und Wien Reinszenierungen einer vorausgegangenen Ausstellung sind. Für die hatte sich Kelley 1993 im Rahmen der Skulpturenausstellung Sonsbeek im holländischen Arnheim die Rolle eines Kurators angeeignet, und zu deren Anlass und Dokumentation ebenfalls einen Katalog publiziert. Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragen, denen ich in meinem Vortrag nachgehen werde. Was war der Kern der Ausstellung von 1993? Was mag zu Kelleys Rollenwechsel von Kurator zu Künstler geführt haben? Wie unterscheiden sich die beiden Publikationen?
Theory Tuesdays
Conceptual Art Essays by Sol Lewitt

Incomplete Open Cubes
> Paragraphs on Conceptual Art
Theory Tuesdays
"Migrants of Identity" by Nigel Rapport and Andrew Dawson
1. Introduction: The Topic and the Book
2. Chapter 1: Home and Movement: A Polemic

Migrants of Identity
> Introduction - The Topic and the Book
> Home and Movement - A Polemic
Theory Tuesdays
The White Cube and The Studio
1. "Inside The White Cube" by Brian O'Doherty (Introduced by Daniel M.)
2. "Studio And Cube, On The Relationship Between Where Art Is Made And Where Art Is Displayed" by Brian O'Doherty

White Cube
Theory Tuesdays
Selected writings of Hal Foster:
1. "The Artist As Ethnographer?"
2. Excerpts from "Design and Crime"

Hal Foster
> The Artist As Ethnographer?
> Design and Crime
> This Funeral is for the Wrong Corpse
Theory Tuesdays
"Altermodern" continued...
1. "The Ends of Exile: Toward A Coming Universality" by T.J. Demos
2. "Modernity and Postcolonial Ambivalence" by Okwui Enwezor

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> Altermodern Manifesto - Nicolas Bourriaud
> The Ends of Exile - Toward A Coming Universality by T.J. Demos
> Modernity and Postcolonial Ambivalence by Okwui Enwezor
Roundtable -- An Atlas of Radical Cartography
presented by Civic City
mit Lize Mogel, Alexis Bhagat (Kuratoren der Ausstellung)
und Matthias Görlich (Forscher D2C, White Spots Black Holes)
About the medial representation of the city
Virtual, cartographic, diagrammatic, processual
mit Philippe Rekacewicz (Le Monde Diplomatique), Lize Mogel, Alexis Bhagat (Kuratoren der Ausstellung) und Matthias Görlich (Forscher D2C, White Spots Black Holes)
Theory Tuesdays
This week's Theory Tuesdays will be a Dada Historical Review, held at the Cabaret Voltaire!

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> Hugo Ball - Lautgedichte
> Hugo Ball - Der Künstler und die Zeitkrankheit
> Hans Ulrich Obrist - Manifestos for the Future
Figures of Speech
Between the different works of Falke Pisano's series "Figures of Speech" there is a circulation and exchange of language, ideas and forms. A transfer from one work to another often involving a change of status, a reflection within a different context or a further elaboration on an idea. Several formulations come back in different works; formulations of ideas for works become works; descriptions of works are used in preceding or following works and there is an exchange between descriptive or explanatory texts about the work and the work itself.
Falke Pisano's work proceeds primarily from an interest in the constructive potential of thought and the possibilities of constructing and solving problems in the field of language by using an analytical and documentary approach in her exploration of the relationship between language and image in order to rethink the position of art today. Through her work with language Falke Pisano activates different features characteristic of it - allowing her to explore multiple presentation forms: performance, reading, lecture, installation, publication, construction of abstract sculptural models, and so forth.

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When Europe Speaks with One Voice
Die Veranstaltungsreihe untersucht die strategische Verwendung von historischem Material im Rahmen künstlerischer Praxen. Anhand von Vorträgen soll thematisiert werden, wie bildende Künstler gegenwärtig historisches Material benutzen um aktuelle Diskurse zu befragen oder zu unterminieren, und welche narrativen Modelle von (Kunst-)Geschichte dieser Beschäftigung zugrunde liegen.
"When Europe Speaks with One Voice" wird veranstaltet vom Master of Fine Arts (ZHdK), unter der Leitung von Lucie Kolb und Romy Rüegger.
Theory Tuesdays
This week's Theory Tuesdays will be a Dada Historical Review, held at the Cabaret Voltaire!

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> Hugo Balls Eröffnungs-Manifest
> Hugo Balls Eröffnungs-Manifest in gesprochener Form
> Debbie Lewer - Fuga Saeculi
Fair Value
Eröffnung Samstag 9.1.2010 ab 19 Uhr
Dauer 10.1. – 24.1.2010 Di – So 14 – 18 Uhr
Die ökonomische Krise hat nicht nur Anleger und Banker ratlos gemacht. Auch in der Kunst fragen sich Galeristen, Auktionatoren, Sammler und nicht zuletzt Künstler, wie viel die Kunstwerke heute noch wert sind, um die sich die Käufer gestern noch gerissen haben. Waren die Millionenpreise von gestern märchenhafte Fiktion? Ist der Preisverfall heute Ignoranz gegenüber dem Guten und Schönen und den ewigen Schätzen der Kunstgeschichte? Und kommt es überhaupt aufs Geld an? Kann man Ideen in barer Münze messen?
Das Ausstellungsprojekt Fair Value ist eine Antwort auf diese Fragen. Gerrit Gohlke, Chefredakteur des artnet Magazins mit Sitz in Berlin, hat mit einer studentischen Arbeitsgruppe der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich die Frage nach dem Wert der Kunst gestellt. Wie lässt sich der Wert messen? Nach welchen Maßstäben entscheidet der Markt, entscheiden Kenner über Kunst und ihre Qualität?
Als Ergebnis wurden alle Studentinnen und Studenten der F+F aufgefordert, ein eigenes Kunstprojekt einzureichen und sich der schulinternen Bewertung zu unterwerfen. Alle TeilnehmerInnen hatten darüber zu entscheiden, welches die besten und wertvollsten Werke sind. Über eine durch den Berliner Medienkünstler Karl Heinz Jeron realisierte Online-Plattform sollte darüber abgestimmt werden, welche Werke in eine Ausstellung aufgenommen werden würden.
So verwandelten sich Wert, Konkurrenz, Markt, Evaluation von abstrakten Begriffen in ein doppelbödiges Spiel um Urteil und Vorurteil, Selbstbehauptung und Fremdwahrnehmung. Der Markt war keine exterritoriale Außenwelt, sondern fand innen statt. Was sich durchsetzt, bestimmten die TeilnehmerInnen selbst. Würden angehende KünstlerInnen vernünftiger entscheiden als Sammler und Investoren? Würde das Publikum am Ende der Auswahl das beste Kunstwerk zu Gesicht bekommen oder nur das konformistischste? Würden soziale Erwartungen entscheiden oder formale Qualität?
In der am 9. Januar 2010 eröffneten Ausstellung wird beides zu sehen sein: Die ausgewählte und ausgezeichnete Kunst ebenso wie das System, nachdem sie benotet wurde. Das Publikum hat die Chance, hinter die Kulissen eines Projekts zu blicken, das so objektiv wie möglich Wert ermitteln wollte und selbst zum spekulativen Marktplatz werden musste. Die Ausstellung zeigt neben den Kunstwerken auch die Bewertungskriterien und den Projektverlauf. Sie ist überdies dank der Ausstellungsgrafik des jungen Zürcher Designers Yves Kellenberger, einem F+F-Absolventen, ein verführerisches Vexierbild über Wert und Bewertung. Sie zeigt nicht nur Kunst, sondern auch die formale Qualität von Zahlen und Daten. Die Bewertungsmaschinerie wird zum anschaulichen und unterhaltsamen Ausstellungsgegenstand.

Fair Value Invitation
Die KünstlerInnen: Tonjaschja Adler, Johanna Bossart, Jonas Bürgi, Rita Capaul, Sheryl Dang, Mia Diener, Joachim Florineth, Yvonne Good, Dominik His, Markus Huber, Leandro Marangoni, Christian Massler, Eva Moline, Miriam Mura, Sabine Mörig, Stina Kasser, Elena Könz, Duncan Phillips, Gregor Röthlisberger, Thomas Schlup, Monika Schmid, Simone Steinegger, Ryan Subramaniam, Silvia Popp, Jana Vanecek, Valentina Vujovic, Judith Weidmann, Karin Wiesendanger, Xiaoqun Wu, Lauren Wildbolz.
Ein Projekt von Gerrit Gohlke und Karl Heinz Jeron für die F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich. Realisiert von Gerrit Gohlke und Karl Heinz Jeron. Koordiniert von Denise Altermatt, Eva Moline und Silvia Popp. Ausstellungsdesign: Yves Kellenberger
Graphic Design for and Against the City
Exhibition opening and "Salon de Recherche": Metahaven (with Ruedi Baur, Miguel Robles-Duran, Vera Kockot, Jesko Fezer and Matthias Görlich)
The first Civic City Display in the Showcases of Corner College is centered around the question of a critical representation of urban issues. It presents graphic works by Zak Kyes and Metahaven.

Dubai Düsseldorf
"Graphic Design for and Against Cities" refers to the research exhibition by the Amsterdam based design collective Metahaven "Stadtstaat. A Scenario for Merging Cities", previously shown in Künstlerhaus Stuttgart and Casco, Utrecht, and the group exhibition "Dubai Düsseldorf" at Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, which included work by London graphic designer and publisher Zak Kyes. Around the same time in 2009, both exhibitions were concerned in different ways with imaginary merged cities as a phenomenon of globalization. The works of Metahaven and Zak Kyes deal with the potentials of visual communication in the representation of such cities as well as with the possibility of graphic critiques of strategies for urban marketing and its image politics.
Duration of the exhibition: 17.12.09–10.01.2010
Stage of Desire
In sieben Videos rufen zehn Künstler das Begehren, the desire, le désir als dialektisches Gegenüber des Erkennens auf und an. In den meisten der Arbeiten setzen Darsteller mit großer Schau- und Zeigelust jeweils ein Objekt des Begehrens in eine überraschende Beziehung. Das begehrte Objekt scheint durch das Rollenspiel und das Set verschoben; es gerät ins Driften. Das Videoscreening "Stage of Desire", zusammengestellt von Petra Reichensperger, Stefan Panhans und Eske Schlüters, stellt in Zeiten einer zunehmenden Virtualisierung von Gefühlen und einer wachsenden Simulation von Realitäten auf der Bühne die Frage nach der Vermittlung von Emotionen und nach den Möglichkeiten von Handlungsspielräumen. Die Verschränkung von Realität und Fiktion ist gemeinsames Thema der eingeladenen Künstler, ebenso wie die Selbstbefragung des Mediums Film.
Mit:
Guy Ben-Ner
SECOND NATURE
2008, Video, 10:12 min.
Keren Cytter
DER SPIEGEL
2007, Video, 4:50 min.
Stefan Panhans
IF A STORE CLERK GAVE ME TOO MUCH CHANGE
2009, Video, 15:00 min.
Ming Wong
ANGST ESSEN
2008, Video, 27:00 min.
Eske Schlüters
AFTER THE REHEARSAL
2008, Video, 7:5 min.
Ho Tzu Nyen
THE BOHEMIAN RHAPSODY PROJECT
2006, Video, 6:20 min.
Judith Hopf / Deborah Schamoni / Clemens Schönborn
ELEVATOR CURATOR
2005,Video, 20:00 min.

Stefan Panhans: If a store clerk gave me too much change, 2009
Graphic Design for and Against Cities
"Salon de Recherche": Axel John Wieder, Curator Künstlerhaus Stuttgart (with Ruedi Baur, Miguel Robles-Duran, Vera Kockot, Jesko Fezer and Matthias Görlich)
The first Civic City Display in the Showcases of Corner College is centered around the question of a critical representation of urban issues. It presents graphic works by Zak Kyes and Metahaven.
"Graphic Design for and Against Cities" refers to the research exhibition by the Amsterdam based design collective Metahaven "Stadtstaat. A Scenario for Merging Cities", previously shown in Künstlerhaus Stuttgart and Casco, Utrecht, and the group exhibition "Dubai Düsseldorf" at Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, which included work by London graphic designer and publisher Zak Kyes. Around the same time in 2009, both exhibitions were concerned in different ways with imaginary merged cities as a phenomenon of globalization. The works of Metahaven and Zak Kyes deal with the potentials of visual communication in the representation of such cities as well as with the possibility of graphic critiques of strategies for urban marketing and its image politics.
Duration of the exhibition: 17.12.09–10.01.2010
Fahrenheit 451
Der dystopische Roman einer bücherlosen Gesellschaft "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury erschien erstmals 1953 bei Ballantine Books (heute Random House). Bis heute sind davon über 5 Millionen Exemplare gedruckt worden. Der Roman basiert auf der Kurzgeschichte "The Fire Man" von Bradbury, die in "Galaxy Science Fiction" (Vol. 1, No. 5, Feb. 1951) erschienen ist. Der Titel bezieht sich auf die Temperatur, bei welcher sich Papier entzündet. 451°F entspricht 232,78°C.

240%
Ein Reprint der Zweitausgabe in der 24. Auflage wurde von Aude Lehmann und Lex Trüb 2009 in New York realisiert. 240% vergrössert und im Siebdruck in einer Auflage von 40 Stück gedruckt, können die Exemplare gekauft oder gegen ein Angebot freier Wahl getauscht werden. Die Herausgeber behalten sich vor, diese auf ihren Gegenwert hin zu prüfen und selektiv auszuwählen.
Mit DJ Renato Renato (back in town!)
Far from East Marathon
48 Hours of Tales Uninterrupted
48 hours of uninterrupted projection of animated films from China, Japan and USSR from 1941 until 1987 collected by the artist Julia Tabakhova. Join the event on Facebook.

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With animations by: Wan Lai-Ming, Mikhail Tsekhanovsky, Ivan Ivanov-Vano, Boris Stepantsev, Roman Kachanov, Vladimir Gromov, Mikhail Tsekhanovsky, Mstislav Pashchenko, Leonid Amalrik, Valentina Brumberg, Alexander Ivanov, Lev Atamanov, Vladimir Polkovnikov, Yevgeni Migunov, Boris Dyozhkin, Olga Khodataeva, Pyotr Nosov, Snezhko-Blotskaya, Roman Davydov, Ivan Aksenchuk, Boris Stepantsev, Yuri Norstein, Oleg Churkin, Lev Milchin, Vladimir Pekar, Osamu Tezuka, Efrem Pruzhanskiy, Inessa Kovalevskay, Mamoru Oshi.

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For the "Far from East Marathon - 48 Hours of Tales Uninterrupted" the graphic design studio Wakey (Paris) has developed a typeface called "Snuffféerie" integrating Julia Tabakhova's work. The typeface will be presented on posters: http://www.wakey.fr/marathon.html
> Download the full program here
Japan Proxy Market
"Japan Proxy" ist ein Blog für japanische Produkte. Im Schlaraffenland der japanischen Grossstädte sind wir laufend auf der Suche nach wertvollen schönen und verrückten Dingen, die wir in ausgewählte Läden in die Schweiz importieren. Ausgestellt wird:
• Papeterie Produkte aus den 80er Jahren
• Designer Socken von Ayamé
• Diverse Taschen und Rucksäcke
• Tenugui Tücher
• Handgemachte Kautschukballone
• u.v.m.

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Kommt vorbei und entspannt euch beim Anblick vom Japanproxy Steingarten während ihr frische koreanische Maki Rolls von Maya Minder aus dem "Kim Pat Corner" geniessen könnt.
http://www.japanproxy.ch
Zero Tolerance
Müller und Sourvinos dokumentieren seit Jahren dilettantische Graffiti in ganz Europa, welchen wir normalerweise kaum Beachtung schenken würden. Schnell und unbeholfen gesprüht, fern jeglicher Streetart oder Szenencredibilität. "Zero Tolerance" gilt für sie in allen Bereichen – im ästhetischen genauso wie im gesellschaftlichen Sinne. Das Künstlerbuch zeigt eine Auswahl ihrer gesammelten Kritzeleien, Slogans und Schriftbilder, im Versteckten auf Brückenpfeiler oder an Waldhütten gesprüht.

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"Zero Tolerance" wurde erstmals bei Rollo-Press als Bootlegversion publiziert und ist nun bei Kodoji Press erhältlich. Jedes der Bücher ist durch die unterschiedlichen Farbverläufe des Irisdrucks ein Unikat mit einem eigenständigen künstlerischen Ausdruck. Die Bilder, nur lose durch eine Banderole und einen Innenkarton zusammengehalten, laden zur Kreation eigener Seitenabfolgen ein. Die offene Form hinterfragt das typische Merkmal der Buchbindung und derer linearen Seitenabfolge. Der Text auf dem Innenkarton ist einer amerikanischen Antigraffiti-Webseite entnommen und informiert über Gefahren und Prävention von Graffiti.

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16.5 x 23 cm, 72 lose, gefaltete Seiten mit Banderole und separatem Innenkarton
40 SW-Bilder im Irisdruckverfahren
Kodoji Press, Baden, 2009, ISBN 978–3–03747–025–1
http://www.kodoji.com
2. Zürcher Zine Sezession

Key Visual 2009
Andrew Jeffrey Wright (Philadelphia)
Anne Käthi Wehrli & Lena Reiser (Zürich)
Asher Penn (New York)
Asterisk (Tallinn)
Bedford Press (London)
Beni Bischof (St. Gallen)
Boa Books (Geneva)
Cafe Royal (Southport)
Camilla Candida Donzella (Milano)
Chinese Wax Job (Honolulu)
Duke Press (London)
Dynasty Zine (Athens)
Elk (New York)
Emanuel Tschumi (Zürich)
Eric Andersen (Zürich)
Eric Marth (Virginia)
Erik van der Weijde (Amsterdam)
Ethan Hayes-Chute (Berlin)
Famicon (London)
Faund (Lausanne)
Flag (Zürich)
Für Immer (Zürich)
Grilli (Bern)
GRRRR (Zürich)
HAHA Höland Annett & Haas Anna (Arnhem)
Hekuzuku (Zürich)
Himaa (Tokyo)
Innen (Budapest)
Islands Fold (Victoria)
Kaugummi (Rennes)
Les Editions du 57 (Dunkerque)
Malheft (Zürich)
Marsplastik (Zürich)
Motto (Berlin)
Nazi Knife (Lyon/Paris)
Nicole Bachman (London)
Nieves (Zürich)
Ooga Booga (Los Angeles)
Piczine (Paris)
Pipifax (Zürich)
Püre Bildmagazin (Zürich)
Public Library (Santiago)
Retard Riot (New York)
Robin Cameron (New York)
Rollo Press (Zürich)
Samuli Blatter (Luzern)
Sergej Vutuc (Heilbronn)
Shoboshobo (Paris)
Sister (Los Angeles)
Stefan Marx (Hamburg)
Sumi Ink Club (Los Angeles)
The Kingsboro Press (New York)
The Lions (Montreal)
Turbo Magazine (Biel/Bienne)
Zines Mate (Tokyo)
+
"The Fetish and the Hero: Eight Easy Pieces"
by Sam de Groot (Amsterdam)
Live Concert
by Die Welttraumforscher (Zürich)
A Nieves & Rollo Press Happening

Illustration by Flag
Beschlagnahmt: Rolf Heissler
Objekte aus dem Gefängnis
Rolf Heissler war Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF). In den 22 Jahren seiner Haft von 1979-2001 wurde seine Post überwacht, knapp 2000 Sendungen wurden beschlagnahmt. In ausgewählten Objekten zeigt die Ausstellung von Joachim Baur den Kampf um Kontrolle und die Kommunikation und Projektion unter den Bedingungen der Isolation. Sie wirft damit einen anderen Blick auf die lange Geschichte der Konfrontation von RAF, Staat und politischer Bewegung.

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Die Veranstaltung läuft im Rahmen der Reihe "Ästhetik@Subversion" der zHdK. Kommende Gäste in der Reihe sind Klaus Theweleit (Freiburg), 9.12.2009 und Dmitry Vilensky (St. Petersburg/Moskau), 13.1.2010
http://www.zhdk.ch/?vth
Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen,
Leipzig z.B.
Der Ausgangspunkt für das Buch "Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B." war eine Anzahl Bücher, die in den vergangenen Jahren von Buchgestalterinnen und Buchgestaltern produziert wurden, die an an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert haben. Den Herausgebern Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel ging es nicht darum, den Output aus Leipzig retrospektiv aufzubereiten. Viel wichtiger war ihnen, ein paar Dinge mit dem Buch voranzutreiben. Es liest sich deshalb eher wie eine Mitschrift der laufenden Produktion. -- Was heißt es, ein Buch zu gestalten? "Liner Notes" geht dieser Frage in fiktiven Dialogen und Gesprächsprotokollen nach, in denen Buchgestalterinnen detailliert über den Entstehungsprozess eines ihrer Bücher sprechen. Entstanden ist so eine Reflexion im Medium: Ein Buch, das aus Büchern gemacht ist und dessen Gebrauchswert darin liegt, Ideen für neue Bücher zu geben.

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Liner Notes. Gespräche über das Büchermachen, Leipzig z.B.
Herausgegeben von Markus Dreßen, Lina Grumm, Anne König und Jan Wenzel
256 Seiten
Gestaltung: Markus Dreßen und Lina Grumm
ISBN: 978-3-940064-83-7
Englisches Supplement: 978-3-940064-84-4
35 Euro
http://www.spectorbooks.com
Theory Tuesdays
Film: "Back to Fucking Cambridge" by Otto Mühl and Terese Panoutsopoulos (1987)

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> AA Human Rights, 1977
> Back to Fucking Cambridge, 1987
Theory Thuesdays
Text: Excerpts from "Art As Experience" by John Dewey (1934)

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> John Dewey - Deutsche Fassung
> John Dewey - English Version
Theory Tuesdays
Text: "Altermodern" Exhibition Catalogue curated by Nicolas Bourriaud (2009)

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> Altermodern Indroduction
> Altermodern T.J. Demos
> Altermodern Okwui Enwezor
Theory Tuesdays
Text: Excerpts from "Ästhetik der Interpassivität" by Robert Pfaller (2009)

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> Against Participation
> Interpassivität heute
Theory Tuesdays
Text: Excerpts from "Lipstick Traces: A Secret History of the 20th Century" by Greil Marcus (1989)

Lipstick Traces
Theory Tuesdays
Film: "On the Passage of a Few People through a Rather Brief Moment in Time: The Situationist International 1956-1972" Documentary (1989)
Film: "La Société du spectacle" by Guy Debord (1973)

True
How Riley Re-Invented Repetition
Structural repetition in US-American avant-garde and experimental music around 1950 was considered a taboo: Cageian open forms as well as serial twelve-tone rows clearly forbade it. A radical gesture can be found in La Monte Young’s Fluxus-influenced X for Henry Flint (1960), but the kind of repetition used in it cannot be considered a proper compositional technique.

Terry Riley, Studio Session, Copenhagen, 1970
It was Terry Riley who started to work with looping and delay techniques offered by the tape recorder, first present in the tape collage Mescalin Mix (1961). At the same period he also experimented with new forms of assembling recorded material that anticipates the practice of remix (Music for “The Gift”). With In C (1964), these techniques are transferred to the instrumental work, an abstract move between two ontologically distinct realms: the mechanical and the instrumental. Its impact is integral to the understanding of the later American musical minimalism, including the works of Steve Reich and Philip Glass.
In his illustrated and sonorous presentation (in English), Johan Girard shows Riley’s pioneering and the further development of the use of repetition in experimental music after him.

K.K. Forum C.C.
The presentation is part of the series "Forum KK" for research in art and culture, directed by Michael Hiltbrunner, at the Corner College Zurich in cooperation with the Swiss Society for Cultural Studies (SGKW).
Von Andres bis Züst
Eine Bibliothek geht auf Wanderschaft
Mit Thomas Galler, Ingo Giezendanner aka GRRRR, Laurent Goei, Lutz/Guggisberg und Bessie Nager

A – Z
Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 11 – 17 Uhr
Der Künstler und Sammler Andreas Züst war nicht nur eine legendäre Figur des schweizerischen und europäischen Kunstlebens, sondern auch ein mit einem vielschichtigen Bewusstsein ausgestatteter Bücherliebhaber, der eklektisch und doch detailliert Bücher sammelte. Seine Bibliothek weist darum weit über diejenige einer Privatperson heraus, in ihr lässt sich das Gefüge unserer Kultur erkennen, das sich aus der Mischung seiner assoziativen Interessen am Wetter, der Geologie, Astronomie, Physik, Botanik, Kunstgeschichte, Anthropologie, Polarexpeditionen, Fotografie, Malerei, Musik, Kitsch, UFOs, den Hell’s Angels, der Aussenseiter-Kultur, psychedelischen Erfahrungen und darüber hinaus ergibt. Gleichzeitig ist die Bibliothek Andreas Züst im Zeitalter der elektronischen Medien als grosse Liebeserklärung an das Buch, seine Ästhetik und Haptik, zu verstehen.

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Nun begibt sich die Bibliothek mit ihren 12‘000 Büchern und einem Gewicht von etwa 9 Tonnen auf Reise, von ihrer ursprünglichen Heimat im Zürcher Oberland über das Perla-Mode (ZH), das Sitterwerk (SG) und die Kantonsbibliothek AR, Trogen, in den Alpenhof (AI), wo sie, nach zurückgelegten 100‘000 Metern, in diesem ehemaligen Hotel und heutigen Kulturhaus ihre neue Heimat findet. Begleitet wird die Bibliothek auf Wanderschaft von Arbeiten der KünstlerInnen Thomas Galler, Ingo Giezendanner aka GRRRR, Laurent Goei, Lutz/Guggisberg und Bessie Nager, allesamt Arbeiten, die sowohl räumlich als auch inhaltlich mit Themen der Bibliothek korrespondieren. Auch begleitet wird die Bibliothek Andreas Züst von Veranstaltungen, die sich in einem vielfältigen Programm Themen rund um eine solche Büchersammlung auf Wanderschaft widmen.

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Donnerstag 5.11.2009, 19.30 Uhr
Advance of the Fungi
Buchpräsentation von Roland Früh (Hyphen Press, London) mit einem Vortrag von Patrick Romanens, Pilzproduzent.
Der englische Autor Ernest Charles Large (1902–76) war Chemiker für die Industrie, Schriftsteller und Pflanzenwissenschaftler. Neben einer wissenschaftlichen Abhandlung über Pflanzenkrankheiten, "Advance of the Fungi", veröffentlichte Large die beiden Romane "Sugar in the Air" und "Asleep in the Afternoon". Ein Abend in der Schnittmenge von Wissenschaft, Literatur und der Metaphysik des Pilzsammlers.
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Donnerstag 12.11.2009, 19.30 Uhr
Öffentliche Führung mit Ruth Schweikert, Schriftstellerin
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Mittwoch 18.11.2009, 21.00 Uhr
Filmvorführung mit Echtzeit-Vertonung
"Grass – A Nation’s Battle for Life", Merian C. Cooper, Ernest Schoedsack, USA 1925, 71’
Der erste richtige Roadmovie der Filmgeschichte: Die Dokumentation der dramatischen Reise des südpersischen Stammes der Bakhtiari von Angora aus über den Fluss Karun und den Viertausender Zerd Kuh, hin zu den saftigen Wiesen des Bakhtiari-Landes. Von den Machern des Filmklassikers "King Kong". Die Filmvorführung wird in einer Echtzeit-Vertonung begleitet von Sven Bösiger (Electronics / Maultrommel) und Patrick Kessler (Kontrabass).
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Donnerstag 19.11. 2009 19. 30 Uhr
Öffentliche Führung mit Stephan Kunz, Kurator Aargauer Kunsthaus
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Theory Tuesdays Special
Visiting Artist: Saskia de Brauw (NL)
Saskia de Brauw is a performance artist, dancer, and photographer living and working in Amsterdam. She has completed multiple projects investigating the body in relation to architectural space, community and time. Participation has played an important role in her projects, ranging from a one on one folding project on the streets of Paris to collaborating with a small community in Amersfoort, Netherlands.

Room II, The Dutch seaside, 2005
Saskia will be presenting her work and a recent publication about her work, entitled “Traces”, on Tuesday, November 10th at 7pm at Corner College. This event is hosted and sponsored by Theory Tuesdays. More information and documentation about Saskia’s art practice can be found on her website: http://www.saskiadebrauw.com

Theory Tuesdays
Theory Tuesdays
Text: Darren O’ Donnell "Social Acupuncture" (Part One and Two)
Text: Tom Finkelpearl "Interview: Vito Acconci on Art, Architecture, Arvada and Storefront"
> Social Acupuncture
> Interview: Vito Acconci on Art, Architecture, Arvada and Storefront
Theory Tuesdays
Text: Miwon Kwon "From Site to Community in New Genre Public Art"
Text: Cascoland "Interventions in Public Space"
> From Site to Community in New Genre Public Art
> Interventions in Public Space
Theory Tuesdays
Text: Claire Bishop "Viewers As Producers"
Text: Nicolas Bourriaud "Relational Form"
Text: Lars Bang Larsen "Social Aesthetics"
> Viewers As Producers
> Relational Form
> Social Aesthetics
Experimental Reading
by Lucie Kolb
As a part of the opening of the online exhibition:
The Voice and its Double
http://thevoiceanditsdouble.crisap.org
Werner Bärtschi
Françoise Canal
Henri Chopin
François Dufrêne
Christian Flamm
Colin Guillemet
Michael Hiltbrunner
Francesco Hoch
Åke Hodell
Honey-Suckle Company & Konrad Sprenger
Institut für Feinmotorik
Isidore Isou
Franck Leibovici
Gordon Monahan
Ladislav Novák
Gabriel Pomerand
Giorgio Ronna & Matias Aguayo
Sandra Scarnati
Kathrin Sonntag
Laurie Spiegel
Veronika Spierenburg & Sabina Leone
Karlheinz Stockhausen
Carl Stumpf
Curated by Michael Hiltbrunner, Zurich

Curwen Left Hand Signing by Christian Flamm
CRiSAP – Creative Research into Sound Arts Practice
London College for Communication (LCC), University of the Arts London (http://www.crisap.org)
Ästhesen – zeitgenössische Kunst denken #5
"Das Objekt weiss mehr"

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"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.
Konzeption: Imre Hofmann in Zusammenarbeit mit Corner College
Theory Tuesdays
Theory Tuesdays is a participatory reading group organized in the spirit of "each one, teach one." Philip Matesic will launch the weekly reading group with the organization and coordination of the first six weeks under the theme "Participation in Art." The required texts will be read by each member in advance and then discussed together as a group.
At the conclusion of the fifth week, the reading schedule will be open to the individual members of the group, to decide what to read and discuss in the following weeks. Active participation by all members is essential as Theory Tuesdays sets out to be a collaborative, ongoing discussion, where everyone will contribute, teach and learn from one another.
The first two Tuesdays will address the historical lineage of participation in art as well as a detailed glimpse into Happenings in New York in the late 1950s and early 1960s. The first session will be held on Tuesday, Oktober 6 at 7 p.m. All subsequent sessions will be held on Tuesday evenings at 7 p.m. (schedule below). A nominal CHF 20.- tuition fee for participating members will include copies of required readings and help fund a small travel budget for the visiting artist.

Theory Tuesdays
PROGRAM
Week 1: Tuesday, Oktober 6, 7 p.m.
Sign-up and Introduction
Text: Rudolf Frieling "Toward Participation in Art"
Week 2: Tuesday, Oktober 13, 7 p.m.
Text: Boris Groys "A Genealogy of Participatory Art"
Text: Allan Kaprow "Happenings in the New York Scene"
Week 3: Tuesday, Oktober 20, 7 p.m.
Text: Claire Bishop "Viewers As Producers"
Text: Nicolas Bourriaud "Relational Form"
Text: Lars Bang Larsen "Social Aesthetics"
Week 4: Tuesday, Oktober 27, 7 p.m.
Text: Miwon Kwon "From Site to Community in New Genre Public Art"
Text: Cascoland "Interventions in Public Space"
Week 5: Tuesday, November 3, 7 p.m.
Text: Darren O’ Donnell "Social Acupuncture" (Part One and Two)
Text: Tom Finkelpearl "Interview: Vito Acconci on Art, Architecture, Arvada and Storefront"
Week 6: Tuesday, November 10, 7 p.m.
Visiting Artist: Saskia de Brauw (NL)
Ein Haufen Haare
Im Herbst 2008 hielt sich Michael Günzburger für drei Monate in New Delhi auf, um mit nordindischen Kunsthandwerkern Multiples zu produzieren. Seine einzige Bedingung für die Kooperation war, dass die angefragten Handwerksmeister auch am Sujet mitarbeiteten. Dies war alles andere als einfach, und nötigte etwa Michael Günzburger, einem Miniaturmaler aus Jaipur den Auftrag zu geben, einen "Haufen Haare mit Flecken" zu zeichnen. Gerade daraus entwickelte sich ein Austausch, der durchaus als tiefergreifenden Einstieg in einen interkulturellen Dialog über Handwerk und bildende Kunst, deren Auftrag und Ausführung, und Autorenschaft und Tradition verstanden werden kann.
Zum ersten Mal zeigte Michael Günzburger in New Delhi selber die daraus entstandenen Arbeiten, und präsentiert sie nun zusammen mit einer Einführung des indischen Künstlers Ravi Agarwal im Corner College.

Ein Haufen Haare (Zwischenstufe), 2008
Vom Beichtstuhl zur Couch
Psychologisierung religiöser Praxis im 19. Jahrhundert
"Von welchen Sternen sind wir uns hier einander zugefallen" sind Friedrich Nietzsches oft wiedergegebene erste Worte an Lou Salomé im römischen Petersdom. Weniger Beachtung fand bisher, dass diese vor einem Beichtstuhl gesprochen wurden, welcher laut Lou Salomé der geistigen Arbeit Feuer und Frömmigkeit zu verleihen vermochte. Dieser Beichtstuhl im Zentrum des Katholizismus wird zum Ort verklausulierter Liebeserklärungen, zur Schreibunterlage und zur Inspiration antichristlichen Denkens – und dadurch zum Sinnbild der Säkularisierung im Zeitalter des wissenschaftlichen Materialismus.
Nietzsches Entwurf einer Psychologie des Gläubigen in Der Antichrist stellt einen wichtigen Schritt innerhalb des Säkularisierungsprozesses der Moderne dar. Seine Argumentation unterläuft dabei der Gefahr der Konterdependenz von Glaube und Wissenschaft, während die frühe Psychoanalyse religiöse Praxis als zwangsneurotisches Verhalten und kulturellen Atavismus ablehnt. Ähnlichkeiten und Berührungspunkte zwischen religiöser Beichte und therapeutischer Redekur werden auf diese Art ausgeblendet.
Der Vortrag beleuchtet die Psychologisierung religiöser Praxis im Säkularisierungsprozess des 19. Jahrhunderts anhand der Entwicklung von der Beichte zur Therapie. Untersucht wird dieser Umschlag vom Beichtstuhl zur Couch am Körper des Beichtenden, an welchem ein gesellschaftlicher Disziplinierungsvorgang, wie ihn Foucault beschreibt, sichtbar wird.

Maddalena penitente. Marmor, 90 cm, 1793–1796, Museo di Sant'Agostino, Genua.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur am Corner College Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), unter der Leitung von Michael Hiltbrunner.
Go With The Guts
In the context of the exhibition Go With The Guts, Corner College organises a visit to the lithography studio of Thomas Wolfensberger, where he will explain the whole lithographic technique by offering a 2-hour workshop. (max. 12 pers.)

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Go With The Guts
In the context of the exhibition Go With The Guts, Corner College organises a trip to the Graphische Sammlung of the ETH Zürich, where visitors will get a guided tour by Paul Tanner.
http://www.gs.ethz.ch
Go With The Guts
The Print Renaissance of the 60's (57min.) is part of a lecture series by Prof. Esther Sparks, Associate Curator of Prints and Drawings at the Art Institute of Chicago, discussing the resurgence of traditional print media in the US during the 1960's starting with the founders of this Renaissance, such luminary artists as Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Robert Motherwell, Helen Frankenthaler, Jim Dine, James Rosenquist, Larry Rivers, and Frank O'Hara.

Prof. Esther Sparks
Go With The Guts
Go With The Guts at Corner College is a group show featuring prints by artists from www.gowiththeguts.com, an online shop that started December 2008 and went online February 2009 selling prints by Zurich artists. All prints are made from either one of the traditional printmaking techniques such as: woodblock, linocut, intaglio including etching, aquatint and drypoint, stencil including screenprinting and pochoir, and monoprint.
During the exhibition period at Corner College, there will also be a screening, an excursion and a workshop.

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http://www.gowiththeguts.com
Das Theremin
Das Anfangs der 1920er Jahre vom Russen Lev Termen entwickelte Theremin hat sich zu einem festen Bestandteil in der Musik entwickelt. Die klanglichen Möglichkeiten dieses eigentlich banalen Geräts, die sowohl an Geige, singende Säge, oder menschliche Stimme erinnern können, werden aber nur selten erforscht.
In den 1930er Jahren gab es für das Theremin und verwandte Instrumente wie die französische Ondes Martenot zahlreiche Stücke von Komponisten wie Joseph Schillinger, Arthur Honegger oder Percy Grainger. Später folgten Hollywood-Filmkomponisten wie Miklós Rózsa oder Bernhard Herrmann. Zwar sind "Ätherklänge" mittlerweile auch in der Popmusik fest verankert, doch viele der frühen Werke werden kaum mehr aufgeführt. Einen weiterhin experimentellen Zugang, wie ihn John Cage für das Theremin forderte, findet sich etwa bei der Interpretin Pamelia Kurstin oder dem Künstler Gordon Monahan.
Dieser Zugang ist auch für Lena Willikens das eigentlich spannende am Theremin mit seinem schwebenden und kaum kontrollierbaren Klang. Nach ihrer Einführung mit Bild- und Tonbeispielen wird sie zusätzlich live Theremin spielen.

Lena Willikens live, 2009
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur am Corner College Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), unter der Leitung von Michael Hiltbrunner.
Ritta & Larry!

Bastard Pop!
Ästhesen — zeitgenössische Kunst denken #4
"Wer mit seiner Kunst die Welt nicht ändern will ist kein Künstler; wer es will ein Narr"
Jahrzehnte lang hat LUDWIG HOHL (1904 – 1980) in krassester Armut in einem Genfer Kellerloch verbracht. Nicht nur am eigenen Leibe hat er Not und Hunger gelitten; fehlendes Geld für Heizung, Beleuchtung und Papier haben auch Hohls künstlerische Arbeit extrem belastet. Allen widerlichen Umständen zum Trotz, hat Hohl aber mit fast heiligem Ernst und einer Entschlossenheit, die ans Ungeheure grenzt, ausschliesslich für die Kunst gelebt. Am Ende ist er für sein Werk sogar gestorben.
Es fragt sich also, wo der verbissene Eifer dieses an die Kunst verlorenen Sohns eines Pastoren herrührte. Diese Frage verweist auf eine fundamentalere Frage, auf die jede(r) Kunstschaffende und über Kunst Reflektierende sich Klarheit verschaffen muss: "Kunst - was ist das? was soll das? Und vor allem: was habe ich damit zu tun?"

Ludwig Hohl, 1904 - 1980
Ludwig Hohl hat darauf eine radikale, theoretische Antwort gegeben, die sein gesamtes künstlerisches Schaffen anschaulich und sein Lebenswandel existenziell illustriert. Hohls Kunstauffassung läuft in der Hauptsache auf eine Synthese von Kunst und Philosophie heraus. "Künstler", sagt Hohl, "sind auch Spezialisten, nämliche des Wesentlichen. Künstler sind Spezialisten der Philosophie." Das Verbindende sieht Hohl darin, dass nicht nur Philosophie, sondern auch die Kunst Erkenntnis generiert, wobei als Königsweg der Erkenntnis aber nicht ein logisch-philosophisches Kalkül, sondern die Rückbesinnung auf die schöpferische Arbeit des Künstlers gilt. Wenn wir dieser Auffassung von Hohl folgen wollen, so werden wir unweigerlich in ein spannungsvolles Verhältnis zu unserer Umwelt verrückt. Insofern wir nämlich Erkennende sind, sollen wir die Welt dem Besseren entgegen verändern, insofern wir aber Künstler sind, können wir das doch nicht! – Sollen wir? Können wir nicht? – – – ?
"Zwischen diesen zwei Gegebenheiten: erstens der Tatsache, dass man mit seiner künstlerischen Arbeit ( in der Richtung der Erkenntnis, im Sinne der inneren Resultate dieses Arbeitens) die umgebende Welt, die Nächsten nicht ändern wollen darf (denn versucht man es doch, so verzweifelt, erstickt man daran; Beispiele dafür wären in jeder wirklich künstlerischen Existenz zu finden); und, zweitens, der Tatsache, dass ein künstlerisches Arbeiten aber nicht ernst (echt) sein kann, ohne die Welt ändern zu wollen: zwischen diesen zwei Gegebenheiten besteht eine Dissonanz von ungemeiner Schwere". (Ludwig Hohl: Die Notizen oder Von der Unvoreiligen Versöhnung)

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"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.
Konzeption: Imre Hofmann in Zusammenarbeit mit Corner College
Work to do!
Selbstorganisation in prekären
Arbeitsbedingungen
Ein Blick hinter die Kulissen: Die Publikation «Work to do!» setzt sich mit den Dynamiken und emanzipatorischen Momenten sowie den Paradoxien und Problemen von Selbstorganisation auseinander. Ausgangspunkt der Recherchen und künstlerischen Projekte ist die Beschäftigung mit dem Wandel von Arbeitsverhältnissen und ihren Organisationsstrukturen sowie der Kontext Zürich selbst. Mit den Künstlerinnen und Künstlern: bankleer, Saskia Holmkvist, Andrea Knobloch, Folke Köbberling/Martin Kaltwasser, Andreja Kulunčić, RELAX (chiarenza & hauser & co) und Mirjam Wirz wurden Projekte entwickelt, die eine Nachhaltigkeit und Diskussion in öffentliche Sphären ermöglichen sollten. Trotz eines konkreten Bezuges zur Situation in der Schweiz, fragen die Projekte aber darüber hinaus nach Entwicklungen und Handlungsmöglichkeiten, die auch andernorts relevant sind.

Work to do!
Ergebnisse und Skizzen zu den Projekten sind in dieser Publikation zusammen gefasst: Bildmaterial sowie Reflexionen stellen die Projekte, ihre Entwicklungen und konzeptuellen Ansätze, sowie auch die Produktionsbedingungen vor. Die Publikation möchte damit den Blick hinter die Kulissen der Kunstproduktion ermöglichen und gleichzeitig einen Beitrag zur Diskussion über künstlerische Praxis darstellen. Texte von TheoretikerInnen, AktivistInnen und KuratorInnen kommentieren darüber hinaus die Frage nach Arbeitsbedingungen und Selbstorganisation sowie die Ebenen der Recherche- und Produktionsprozesse.
Hrsg. von Sønke Gau und Katharina Schlieben für den Verein Shedhalle
Gestaltung von Urs Lehni und Lex Trüb
Deutsch/Englisch
240 Seiten
Verlag für moderne Kunst Nürnberg
ISBN: 978-3-941185-76-0
48.– CHF / 29.– €
Apéro mit freundlicher Unterstützung:
Appenzeller Bier/Brauerei Locher
Weinselektionen Gerstl
Mineralquellen Gontenbad
Summer School 2009
Corner College is delighted to present Summer School by artist, Antoni Wojtyra, this summer during July and August.
Summer School presents readings, lectures, and films composed as a remedial Art theory class and is organized in a spirit of "each one, teach one" - Antoni Wojtyra will act as lead organizer, a guide, instigator and as a student learning, not just a teacher. The 7 week course employs a collection Art and theory by artists and primarily address 2 major issues: the ability of Art to effect social change and secondly places and strategies of Art production.
Texts will be read by each student in advance and will be discussed together as a group and supplemented by films, and invited guest teachers. The first class addresses the impossibility of learning and knowing everything and it will be held on Tuesday July 7, 7 p.m. All subsequent classes will be held on Tuesday evenings (schedule below). A nominal CHF 30.- tuition fee for participating students includes a course book published by Rollo Press.
Program
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1 Tuesday July 7, 7 p.m.
Introduction, Sign-up and get together
-- Film: 'La Jetée' by Chris Marker
-- Text: 'The Library of Babel' by Jorge Luis Borges
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2 Tuesday July 14, 7 p.m.
-- Text: 'Untitled' by David Hammons
-- Text: 'Something's Missing' by Ken Lum
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3 Tuesday July 21, 7 p.m.
-- Text: 'The Applied Social Arts' by Artur Zmijewski
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4 Tuesday July 28, 7 p.m.
VACATION
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5 Tuesday August 4, 7 p.m.
-- Text: 'Inside the white cube: notes on the gallery space' by Brian O'Doherty
-- Text: 'May I help you?' by Andrea Fraser
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6 Tuesday August 11, 7 p.m.
-- Text: 'An introduction to the general theory of place' by Wieslaw Borowski, Hanna Plaszkowska, Mariusz Tchorek
-- 3 Films by Gordon Matta Clark Conical Intersect (1975), Splitting (1974), Bingo Ninths (1974)
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7 Tuesday August 18, 7 p.m.
-- Text: 'Depiction, Object, Event' by Jeff Wall
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8 Tuesday August 25, 7 p.m.
-- Text: 'Dispersion' by Seth Price
GRADUATION PARTY

Summer School 2009
> Download the Course Book as a PDF
STUDIES for WORDS and BREATH
Two new print portfolios
+ small book event with Rollo Press and Nieves Books

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Before and After Breath
A suite of five prints resulting from pre 1908 carbon, and circa 2008 tungsten filament light bulbs, stamped on carbon paper, with a fifty ton industrial press.
Itself
A suite of eight digital prints documenting a removal of carbon black xerographic toner, then re-used for its reproduction.
+ unique, hand-modified Rollo / Nieves titles.
14.00 - 18.00
Coffee and cakes will be served
http://www.rickmyers.co.uk
http://www.nieves.ch
http://www.rollo-press.com
Spielobjekte: Geschichte einer künstlerischen Innovation,
1945 bis 1975
Das Spielobjekt aus variablen Elementen, die vom Betrachter verschieden zusammengesetzt werden können, wurde als eigene, neue Form der konstruktiven, konkreten oder kinetischen Kunst bisher kaum wahrgenommen. Dies verwundert umso mehr, als dass um 1970 ein regelrechter Spielobjekt-Boom in der Kunstwelt zu verzeichnen ist, der sich selbst im Schaffen namhafter Künstler wie Max Bill oder Victor Vasarely widerspiegelt.
Ihre Anfänge hat diese Kunstform um 1945. Nach Pionierjahren, die insbesondere in der Schweiz ihren Ausdruck finden, setzt gegen 1960 in diversen Ländern wie in Italien, West-Deutschland oder Brasilien eine rasant anwachsende Spielobjekt-Produktion ein. Spätestens zur Mitte der 1970er Jahre bricht diese jedoch aus verschiedenen Gründen fast vollständig zusammen.

Karl Gerstner: Das tangentiale Exzentrum, 1956/1957
Im Rahmen seines bebilderten Vortrags zeichnet Frederik Schikowski die Ursachen für den imposanten Aufstieg und rasanten Fall dieser zu Unrecht übersehenen Kunstform nach. Dabei werden verschiedene Aspekte, wie die Rolle Zürichs, die Idee des "Multiples", der Einfluß der Informationsästhetik oder das für die Geschichte des Spielobjekts ambivalente Jahr 1968 thematisiert. Entsprechend dem Vortragsort wird dabei der Schwerpunkt auf dem Spielobjekt Schweizer Provenienz liegen.
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K.K. Forum C.C.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum KK" für Forschung in Kunst und Kultur am Corner College Zürich in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Kulturwissenschaften (SGKW), unter der Leitung von Michael Hiltbrunner.
032c / Slavs & Tatars
Corner College and Motto Distribution cordially invite you to an evening dedicated to

www.032c.com
magazine: Editor Joerg Koch presents 032c’s diverse activities as a magazine and workshop from its modest beginnings to its latest summer issue. As a case study, Payam Sharifi of

www.slavsandtatars.com
will discuss the recent series commissioned for 032c, “79/89/09”, which reveals how our lives in 2009 are shaped by the events of ‘79 and ‘89. The first installment of this project discusses the Islamic Revolution in Tehran in 1979 via monobrows, modernism and mirrors...
http://www.032c.com
http://www.slavsandtatars.com
http://www.mottodistribution.com
Tattooing, Publishing and
International Dialogical Exchange
Thomas Jeppe (Australia), Founder of Serps Press, Author of Home Made Tattoos Rule and Co-Editor of WON Magazine, in discussion on the interconnected topics of “home mades”, independent production values and the convergent networks that grow around such idiomatic avenues of exchange.

Invitation
www.serpspress.com
www.nownow.com.au
Vanity Fair
(An Experience with Certain Pictures)
Bis zum 30. Mai bleibt Corner College geschlossen. Die Räumlichkeiten werden von der Ausstellung "Vanity Fair - An Experience with Certain Pictures" verwendet:

Vanity Fair Back

Vanity Fair Front
Für Informationen: www.wartesaal.ch
Pretty Ambitious III
"American Gigolo" und
"Pickpocket"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6. / 20. / 27. April und Samstag 2. Mai
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Pretty Ambitious (III)
Montag 27. April 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Egija Inzule
Film 1:
AMERICAN GIGOLO
Review: I couldn’t agree more with many of the other criticisms regarding the shallowness of the romantic story or essential lack of sympathy for any of the characters. The thing that makes American Gigolo such a gem is that even this aspect of Paul Schrader’s attempted New Wave/LA hybrid is corrupted by its material. And on a purely superficial level, the film perfectly captures just how a Southern California 'tragedy' would unfold. Really quite brilliant, although I’m not sure all of it is intentional.
Respond: This review is confusing. It doesn’t seem to know whether the movie is a gem, a classic, and quite brilliant, or shallow and lacking in sympathy. If all are true, it doesn’t reconcile everything.
— www.amazon.com

American Gigolo
Written and directed by Paul Schrader
Starring Richard Gere and Laura Hutton
USA 1980 — English 117min
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Film 2:
PICKPOCKET
"Ce film n’est pas du style policier. L’auteur s’efforce d’exprimer, par des images et des sons les cauchemar d’un jeune homme poussé par sa faiblesse dans une aventure de vol à la tire pour laquelle il n’était pas fait. Seulement cette aventure, par des chemins étranges, réunira deux âmes qui, sans elle, ne se seraient peut-être jamais connues."
— L’introduction du film / Robert Bresson
"Auch Bresson will Distanz. Aber sein Ziel ist, wie ich meine, nicht die Abkühlung heftiger Emotionen zugunsten des Verstandes. Die emotionale Distanz, die für Bressons Filme kennzeichnend ist, scheint ganz anderer Art zu sein; denn jede Identifikation mit den Gestalten ist eine Unverfrorenheit, ein Affront gegen das Geheimnis des menschlichen Handelns und des menschlichen Herzens."
— Susan Sontag, Kunst und Antikunst, Fischer Taschenbuch Verlag, 2003

Pickpocket
Directey by Robert Bresson
Starring Martin La Salle and Marika Green
France 1959 — English — 75min
Pretty Ambitious IV
"Lonesome Cowboys" und
"Conversation Piece"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6. / 20. / 27. April und Samstag 2. Mai
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Pretty Ambitious (IV)
Samstag 2. Mai 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Tobias Kaspar
Film 1:
LONESOME COWBOYS
"Jeans is still clean, silk clean shirt. I like this, this is nice. That’s a little crisp." --- "Maybe another year or so and you’ll be able to get a gun." --- "Can’t wait." --- "Yeah, no more knifes. Put some struts on. I put some struts today." --- "Did you?" --- "Put it on your belt. And then stretch your pants a bit … leg exercise. So that when you get a gun that you have something to hold them up, you know. Do some sort of …" --- "What kind of exercise could you suggest?" --- "Well, a exercise is to build up your thugs, so that when you get the gun, you know, so that you can hold it down, you have something to hold it up. So you do some sort of … we have this exercise that builds up your … so that you have more … you know you can do a lot …" --- "How long you gonna do that for?" --- "Daily, you know, tike this, doing things like this …" --- "I can’t do this." --- "Yeah, sure. It’s … holds them right up there. You can do all sorts of things … from something here, something there. And …" --- "Can I go for that?" --- "Oh sure. It puts wheat on your buns, you know … all angles."
- Dialogue from "Lonesome Cowboys"

Lonesome Cowboys
Directed by Andy Warhol
Written by Paul Morissey
Starring Julian Burrough and Joe Dalesandro
USA 1969 — English — 101min
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Film 2:
CONVERSATION PIECE
"Conversation Piece is a film I’d recommend you to see. But remember one thing: it really has to do with the theme you are not likely to find elsewhere: shallow understanding of nothing and profound understanding of everything." — www.imdb.com
"One can delightedly say it does exist … it does exist … even more dangerously today than ever before, because it’s camouflage."

Conversation Piece
Directed by Luchino Visconti
Written by Enrico Medioli
Starring Burt Lancaster, Helmut Berger and Silvana Mangano
Italy, France 1974
English 121min
Ästhesen — zeitgenössische Kunst denken #3
mit TINO SEHGAL
"Kunst ist das zentrale Ritual produktivistischer Gesellschaften"
Mittwoch, 22. April 2009, 20 Uhr
Tino Sehgal wird mit uns über die These "Kunst ist das zentrale Ritual produktivistischer Gesellschaften" diskutieren. Der Künstler weilt diese Woche in Zürich, um seine Arbeiten im Kunsthaus Zürich sowie im Haus Konstruktiv zu zeigen.
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Tino Sehgal (*1976) hat eine eigene Form von Kunst entwickelt: Sie ist immateriell und ephemer, denn sie entsteht nur dann, wenn man ihr begegnet. Ausgeführt von ganz unterschiedlichen Interpreten, wie z.B. Museumsaufsichten, Spezialisten für Marktwirtschaft oder Kindern, existieren seine Arbeiten als Interaktionen zwischen dem Museums-Publikum und den von Sehgal eingesetzten Akteuren. Der Künstler ersetzt damit die materielle Produktion von Objekten durch temporäre Werke aus Körper, Stimme, Raum und Zeit. Konsequenterweise gibt es auch keine Dokumentation seiner Arbeit. Dennoch erfüllen Sehgals Arbeiten die Konventionen von Werken der bildenden Kunst. Sie sind für die gesamte Dauer einer Ausstellung im Raum präsent, werden verkauft und gesammelt. In ihrer Situationsgebundenheit und Ereignishaftigkeit stellen sie den traditionellen Kunstbegriff absichtlich auf die Probe und eröffnen einen ganz neuen Blick auf die Kunstproduktion und -rezeption im musealen Kontext.
Parallel zur Ausstellung im Kunsthaus Zürich vom 23. April - 31. Mai 2009 zeigt das Haus Konstruktiv zeitgleich Tino Sehgal als Gewinner des 2. Zurich Art Prize. Das Haus Konstruktiv wird die Arbeit "This objective of that object" von 2004 zeigen, in der fünf Akteure das Publikum in eine mystisch anmutende Situation verwickeln.
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"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.
Konzeption: Imre Hofmann in Zusammenarbeit mit Corner College
Henri Chopin und die Revue OU
Nachkriegsavantgarde zwischen Lautpoesie,
Lettrismus und konkreter Kunst
Das internationale (Medien-) Kunstprojekt "Revue OU" wird zwischen 1964 und 1974 in Form eines Periodikums mit Schallplatte vom französischen Künstler, Lautpoeten und Publizisten Henri Chopin (1922–2008) als Nachfolge des experimentellen Poesie-Magazins "Cinquième saison" herausgegeben. In diesen "multimedialen" Kompendien bündeln sich Impulse des Lettrismus* und der Konkreten Kunst der 1950er Jahre zu einer einflussreichen, aber bisher wenig aufgearbeiteten Avantgardebewegung.

Henri Chopin, Why
Die "Revue OU" bildet einen subversiven Knotenpunkt der Nachkriegs-Avantgarde, welche in verschiedenen Medien (Zeitschrift, Poster, Schallplatte), mit eigenwilligen Techniken (wie Montage, Collage und Cut-up) und durch die Abkehr von Narration und Sinnkonstruktion eine eigene Sprache der Abstraktion und Dekonstruktion entwickelt. Die "Revue OU" mit der jeweils beiliegenden Schallplatte wird gleichsam zur Anthologie der zu dieser Zeit erstarkenden "Poésie sonore" (zu deutsch "Lautpoesie" oder "Klangpoesie"), welche sich explizit auf die Lautgedichte des Dada (von Ball, Hausmann, Schwitters) bezieht. Die Ausgaben enthalten Beiträge von Bernhard Heidsieck, Paul de Vree, Sten Hanson, Ake Hodell, Hugh Davies, Bob Cobbing, François Dufrêne, John Cage, Tom Phillips, Michel Seuphor, Ben Vautier, Jiří Kolář, William S. Burroughs, Brion Gysin, Annea Lockwood und anderen.
In seinem Vortrag mit Ton- und Bildbeispielen zeigt Marc Matter einige charakteristische visuelle und akustische Beispiele aus der "Revue OU", sowie weitere Arbeiten von Henri Chopin (visuelle Poesie und Lautpoesie, Zeichnung, Typografie).
* Der Lettrismus, 1945 von Isidore Isou in Paris begründet, machte es sich zur Aufgabe – inspiriert durch Dadaismus und Surrealismus – Sprache als Sinnzusammenhang zu dekonstruieren, und stattdessen Buchstaben und Sprache als sinnfreie Elemente zu etablieren.

K.K. Forum C.C.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Forum für Kunst- und Kulturwissenschaften" am Corner College Zürich, unter der Leitung von Michael Hiltbrunner.
Pretty Ambitious II
"Residential Eries"
"Dynasty/Denver Clan"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6. / 20. / 27. April und Samstag 2. Mai
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Pretty Ambitious (II)
Montag 20. April 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Alexander Hempel
Film 1:
RESIDENTIAL ERIES
"A movie a day" --- "Look. Money!"
- Quotes from Residential Eries
"A wave of cold wind sweeps over the crowd standing behind the barricades in front of the club and causes the confetti strewn over the plush purple-and-green carpet leading up to the entrance to dance and swirl around the legs of cops guarding the place and behind the velvet ropes stand three cool Irish guys Damien hired, each of them holding a walkie-talkie and a seperate guest list, and on either side of the velvet ropes are huge gangs of photographers and then the head publicist – smiling warmly until she sees Chloe’s dress – asks us to wait where we are because Alison, wearing the same Todd Oldham dress Chloe has on, and Damien in a Gucci tuxedo are making their entrance and posing for the paparazzi, but people in the crowd have already noticed Chloe and shout out her name in high, garbled voices."
- Bret Easton Ellis, Glamorama, P. 145, Picador New York, 1998

Residential Eries
Directed, written, starring Anke Dyes, Roman Graneist, Alexander Hempel, Klaus Kamptner, Tobias Kaspar, Andrea Legiehn, Inka Meissner, Stefane Pretnar, Johanna Bieligk
A Making Off UDIO Production
D 2009
German with English subtitle
60min
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Film 2:
DYNASTY/DENVER CLAN (Episode 68, Season 4)
Dynasty is an American prime time television soap opera that aired on ABC from January 12, 1981 to May 11, 1989. The series revolved around the Carringtons, a wealthy oil family living in Denver, Colorado.
- www.imbd.com
"I'm in the oil business and you of all people should know it's not a nine to five operation."
- Quote from Dynasty
"Meinen Mietvertrag in Los Angeles verlängerte ich um einen Monat. Erst jetzt, befreit von all der 'Denver' Gängelei, begann ich, auf die Pauke zu hauen. In den besten Shops wurde kräftig eingekauft, ich besorgte mir vor allem sämtliche neue Musikstücke. Besuchte mit Freunden meinen östereichischen Landsmann Wolfgang Puck in dessen Restaurant 'Spago', fuhr nach Venice und nach Santa Barbara. Besuchte Jack Nicholson, legte mich an den Pool von Gräfin Giovanna Augusta, einer Erbin aus der bekannten Turiner Helikopterfamilie. Warren Beatty lud mich zu sich in sein kleines Haus in den Canyons; zeitwillig wohnte er auch im 'Beverly Wilshire hotel'."
- Helmut Berger, Ich, S. 280

Dynasty - Denver Clan
Executive producer Aaron Spelling
Created by Richard & Esther Shapiro
Starring a.o. Helmut Berger
USA 1983
English
35min
Pretty Ambitious I
"Wie man ruhig wird" &
"Les ailes des anges"
Showroom hat für Corner College eine vierteilige Serie von Double Features zusammengestellt. Von Egija Inzule, Tobias Kaspar und Andrea Legiehn.
Montag 6., 20., 27. April und Samstag 2. Mai
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Pretty Ambitious (I)
Montag 6. April 2009, 19 Uhr
Mit einer Einführung von Egija Inzule
Film 1:
WIE MAN RUHIG WIRD
Nike, Bilal und Marvin beziehen ein Studio und beginnen voller Idealismus einen Workshop mit jungen MigrantInnen afrikanischer Herkunft. Das Unverständnis der TeilnehmerInnen über die improvisierten Workshops stellt den Sinn des Unternehmens jedoch ebenso in Frage wie die internen Profilierungskämpfe der drei Projektleiter. Als sich zudem eine Liebesgeschichte zwischen Bilal und Nike anbahnt, gerät das labile Gleichgewicht ins Wanken. Das politische Engagement tritt vor den persönlichen Bedürfnissen der drei Projektleiter in den Hintergrund und sie verlieren das Ziel ihres Vorhabens aus den Augen.
In der Enge des Studios spielen sich in kammerspielartigen Szenen gruppendynamische Prozesse ab, wobei stereotype Künstlerrollen ebenso ausgelebt wie dekonstruiert werden. Die provinzielle Idylle der Schauplätze außerhalb des Studios verleiht dem Set einen romantischen Beigeschmack, ohne dass diese Szenarien als Gegenmodell zur abgeschlossenen Welt des Studios wirksam werden können. Auch scheint den Künstlern die soziale Realität außerhalb ebenso fern wie „Afrika“ zu sein. - Tina Schulz

Wie man ruhig wird, 2008
Loretta Fahrenholz und Hans-Christian Lotz inszenieren die Diskrepanz zwischen dem Anspruch an die gesellschaftliche Relevanz künstlerischen Arbeitens und den tatsächlichen Wirkungsmöglichkeiten als somnambul-pubertären Zustand, in dem die Protagonisten zunehmend auf sich selbst zurückgeworfen sind. Durch die Integration unterschiedlichster Bildtypen, Filmgenres, Erzählformen und Inszenierungsarten in einen losen narrativen Rahmen wird Wie man ruhig wird zu einem kaleidoskopisch-reflexiven Film. Gezeichnet wird ein ebenso differenziertes wie ästhetisches Bild einer jungen Künstlergeneration, deren politisches und soziales Interesse durch die stete Selbstreflexion innerhalb des Kunstkontextes ausgehebelt wird. - Peter Waechtler
Regie: Loretta Fahrenholz, Hans Christian Lotz
Darsteller: Alexander Hempel, Inka Meißner, Carsten Tabel, Miriam Kapungwa, Elena Ngandwe, Thomas Ngandwe, Victor Obinali, Dinanga Cingoma, Nicola Brunnhuber, Thomas Hesse, Till Megerle, Michael Fandel, Fabian Reimann, Chor JABULANI
D 2008, Deutsch mit Englischen Untertitel, 70min
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Film 2:
LES AILES DES ANGES
Man betritt das Restaurant Les Ailes des Anges, über eine Art Lobby von der aus zwei Treppen sich zu dem Absatz der ersten Etage hinaufbiegen. Zwischen diesen Treppen geht eine weitere hinab in einen großen fensterlosen Raum, in dem die gedeckten Tische stehen und an dessen Ende ein Buffet in Vorbereitung ist. Die Fläche der Tische ist umgeben von einer Ballustrade im ersten Stock, dessen Geländer das Flügel-zitierende Signet des Restaurants wieder aufnimmt. Unter der Ballustrade hängen Ölbilder an der Wand, welche Flugformationen und Angriffe oder Manöver der belgischen Luftwaffe im zweiten Weltkrieg zeigen. Die Fotografien des Königsspaars werden von zwei pummeligen Lichtkegeln beleuchtet.

Les ailes des anges, 2009
BE 2009, Englisch, 9’37min
Ästhesen — zeitgenössische Kunst denken:
#2 "Die Kunst ist jederzeit der absolute Souverän"
Nach Bataille ist die Kunst absolut souverän. Die Kunst ist jederzeit der einzige, absolute Souverän. Herrscher; egal ob Monarchen, Diktatoren oder Systeme, welche sich einer Ideologie bedienen (Kapitalismus, Kommunismus, Kirchen oder Glaubensrichtungen, weitere globale Systeme mitgedacht), erreichen nie die absolute Souveränität der Kunst. Genau da, wo das Denken jeweils ansetzt, ist die Kunst bereits vorhanden. Nicht nur im Wissen sondern auch im Unwissen. Somit auch im nie Gewussten, ähnlich des Zwischenstatus der Un-Toten. Das Werk wird somit zum stetigen Verweis auf diese absolute Macht, es handelt sich dabei immer um ein heterotopisches Gefüge, welches eine absolute, nicht zu verstehende Ideologie formuliert. Ein Verweis auf eine Utopie von der zeitlich gefasste Ideologien nur Teil sein können. Die Kunst entzieht sich der jeweiligen zeitgenössischen Ideologie, obwohl sie diese immer auch mitbekräftigt, wenn nicht sogar selbst formuliert. Als kurzes Beispiel der Begriff Contemporary; Kunst ist per se zeitgenössisch, weil sie eine absolute Unzeitlichkeit sich ihr zueigen macht, welches es ihr erlaubt in einer Zeitlichkeit willkürlich in Erscheinung zu treten. Dennoch oder genau deshalb ist sie die einzige Konstante an der überhaupt eine Geschichtlichkeit festgemacht werden kann. Somit bestimmt sie fortwährend die Ästhetik der zeitlichen Ideologien. Kunst ist der absolute Diktator, denn nur sie hat letztendlich die Macht einer Zeit Ihr Antlitz zu verleihen und somit das Spektakel einer Gegenwart zu formulieren.

Ästhesen Vol. 2
"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.
100 Jahre Tel Aviv:
Die neue hebräische Kultur und
ihre visuelle Repräsentation
Im Jahre 1909 wurde vor den Toren der arabisch dominierten Hafenstadt Jaffa der Grundstein für die zukünftige Stadt Tel Aviv gelegt. Die Gründung war Teil der Bemühungen um den Aufbau einer jüdischen Gesellschaft im "Land Israel", wie sie der Zionismus als jüdische Nationalbewegung anstrebte. Ausgehend von der Erosion der traditionellen Religiosität, der Bedrängung der Juden im zaristischen Russland und der tiefen Krise der Aufklärung in Westeuropa formulierte der Zionismus die Notwendigkeit einer radikalen Erneuerung jüdischer Kollektividentität nach dem Muster des europäischen Nationalismus. Im Laufe der 1920er Jahren etablierte sich Tel Aviv mit der zunehmenden jüdischen Einwanderung ins mittlerweile unter britischer Verwaltung stehende Palästina als urbanes Zentrum einer neuen jüdischen Gesellschaft und Kultur – als "erste hebräische Stadt der Moderne".

100 Jahre Tel Aviv
Die visuelle Repräsentation des nationalen Aufbaus war in seinen Anfängen inhaltlich und formal stark von einem romantischen Orientalismus geprägt. Zu Beginn der 1930er Jahre ist allerdings ein deutlicher Bruch mit dieser Vorstellungswelt auszumachen: Parallel zu dem sich verschärfenden jüdisch-arabischen Konflikt und der nach 1933 einsetzenden Einwanderungswelle aus Mitteleuropa erfolgte auf verschiedenen Ebenen eine Hinwendung zu den ästhetischen Prinzipien der klassischen Moderne. In Tel Aviv entstand in diesen Jahren eines der bedeutendsten Ensembles von Bauten im "International Style", das als solches 2003 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Neben der Architektur fand die Hinwendung zum "Neuen" ihren Niederschlag aber auch in einer radikal-modernistischen hebräischen Typografie als direktem visuellem Ausdruck der erneuerten hebräischen Sprache und Kultur.
Der Vortrag beleuchtet anhand von historischem Bildmaterial den kulturrevolutionären Impuls des zionistischen Projekts in seiner formativen Phase vor Gründung des Staates Israel.
Herzog in Hollywood 4/4:
Encounters at the End of the World
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Encounters at the End of the World
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
Herzog in Hollywood 3/4:
Julien Donkey Boy
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Harmony and Werner
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
Scenografi
Movie is on loop from 18.00 till 22.00
Artists are present
Annika Larsson and Samuel Nyholm Second Release "Scenografi", 2008, b/w, 61 min. The film, shot in Berlin, partly on 16mm, follows the construction of a set design in wood, inspired by the typical kind of rudimentary cartoons you find in the marigin of newspapers or cross word magazines. Along with the construction and deconstruction, the Scenografi of wood becomes an arena for performances, dinners, friendly meetings, arguments, tears, nudity and general decadence, including interference from invited and uninvited guests such as: Tobias Bernstrup, Saralunden, SNOWP, Körner Union, Michael Portnoy and the Sect of Wood.

Steve and Ross
The book, made together with Nazareno Crea, consists of outtakes from the film, transcripts of dialogue and documentation of the process. In total 162 pages b/w offset, hand binded with analogue interventions. It’s published by New Print International Publisher in collaboration with Nieves Books. The book and a screen printed poster can be purchased for a special price during the the release. The film will be shown the whole evening.
PROJECT by Annika Larsson and Samuel Nyholm.
BOOK by Annika Larsson, Samuel Nyholm and Nazareno Crea.
POSTERS by Körner Union, David Keshavjee, Maud Constantin, Nazareno Crea, Samuel Nyholm, Annika Larsson, Sara Lundén, Tobias Bernstrup, Jonas Isfält and Simon Haenni
This project was made with financial support from the Swedish Arts Grants Committee
Herzog in Hollywood 2/4:
Incident at Loch Ness
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Incident at Loch Ness
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
Moderato Cantabile &
Rockstar Haider
Eintritt: 3.- mit Stuhl / 7.- ohne Stuhl
19.30 Uhr
MODERATO CANTABILE
Nach Marguerite Duras Roman "Moderator Cantabile"
Regie: Laura Koerfer
20.45 Uhr
ROCKSTAR HAIDER
Eine Collage mit Jörg Haider, Courtney Love,
Hans-Ruedi Merz
Regie: Dominik Locher
Für das Festival "Theater in allen Räumen" inszenierte Laura Koerfer im Januar 2009 in enger Zusammenarbeit mit drei Schauspielern "Moderato Cantabile" nach dem Roman von Marguerite Duras. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft in Wien erprobt Koerfer in ihrer Praxis die Ausdehnung theatraler Formen. 2008 setzte das Theaterstück "Jeff Koons" von Rainald Goetz um. Laura Koerfer (23) lebt und arbeitet in Zürich und ist Regiestudentin an der ZHdK.
Dominik Locher's neusten Stück "Rockstar Haider" werden die die tragischen Ereignisse des letzten Oktobers reflektiert. Dabei schafft der Regisseur mit spielerischer Leichtigkeit den Tod von Jörg Haider, die Tragödie um Hans-Ruedi Merz und die Finanzkrise auf eine erfischende Art und Weise zu einer anregenden und unterhaltsamen Collage zusammenzufügen. Mit dabei sind ausserdem seine Muse Alice LaBoum in der Rolle der Courtney Love und seine Band "Twinzest" als "Twinzest". Dominik Locher (26) studiert Theaterregie an der ZHdK. Grossgeworden in den Bergen und Sibirien, lebt und wirkt er seit mehreren Jahren in Zürich. Seine Arbeiten sind stets eine Gratwanderung zwischen Kitsch und Kunst, Unterhaltung und Reflexion.

Koerfer / Locher
Ästhesen — zeitgenössische Kunst denken:
#1 "Gute Kunst ist billig und billige Kunst ist gut"
"Ästhesen" beabsichtigt künstlerische Praktikerinnen und ästhetische Theoretikerinnen im Rahmen eines öffentlichen Anlasses miteinander kurzzuschliessen und damit eine Schnittstelle für eine gemeinsame theoretische Reflexion jenseits von Feuilleton oder Akademie zu eröffnen. Die Form orientiert sich primär am Dialog, inhaltlich soll es um aktuelle ästhetische Problemstellungen gehen. Ziel ist es, dass sich ein reflexives und vermittelndes Gespräch mit Bezug zur zeitgenössischen Kunst entfalten kann, an dem die verschiedenen Protagonistinnen des Kunstsystems gleichermassen teilnehmen und von einander profitieren, indem sie nicht nur über einander, sondern auch miteinander reden.
Die Diskussion wird jeweils mit einer Eingangsthese initiiert, die von einer eingeladenen Person vorgestellt wird. Im Anschluss werden Fragen, Beobachtungen und Phänomene gemeinsam diskutiert werden. Die vorgestellte These soll auf einer pointierten Fragestellung basieren oder einem scheinbaren Widerspruch im Kunstsystem, der ein Mindestmass an theoretischem Problembewusstsein und Hintergrundwissen voraussetzen kann, zugleich aber losgelöst von systematischen Theorien bzw. ohne deren fundierte Kenntnis erörtert werden kann.

Ästhesen Vol. 1
Imre Hofmann stellt am kommenden Mittwoch seine These "Gute Kunst ist billig und billige Kunst ist gut" vor. Dabei handelt es sich um ein Thesendoppelpack, mit dem die Frage nach dem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis zwischen den ökonomischen Herstellungsbedingungen und der qualitativen Bewertung von Kunst thematisieren wird.
Konzeption: Imre Hofmann in Zusammenarbeit mit Corner College
Herzog in Hollywood 1/4:
Grizzly Man
Die vierteilige Reihe "Herzog in Hollywood" wird von Norina Allemann und Susanne von Ledebur präsentiert und jeweils mit einer kurzen Einführung gestartet. "Herzog in Hollywood" zeigte folgende vier Filme:
01.03.2009 -- Grizzly Man
08.03.2009 -- Incident at Loch Ness
15.03.2009 -- Julien Donkey Boy
22.03.2009 -- Encounters at the End of the World
Werner Herzog lebt seit einigen Jahren in Los Angeles. Er habe in diejenige amerikanische Stadt ziehen wollen, die am meisten Substanz habe, erklärte Herzog dem "Guardian" die Wahl seines Wohnorts. Das sei definitiv nicht New York, weil New York zu einem guten Teil auf einer aus Europa geliehenen Kultur basiere. Los Angeles hingegen habe eine eigene Schaffenskraft, die Stadt weise eine faszinierende Dichte an Dingen und Menschen auf, die es sonst in der Welt nicht gibt. Die Kontrollstation für die Marsmission in Pasadena sei zum Beispiel keine dreissig Minuten von seinem Wohnort entfernt, so Herzog, und er gehe regelmässig hin. Und nicht zuletzt würden in Los Angeles die kollektiven Träume der ganzen Welt gefertigt, sagte Herzog und meinte damit selbstverständlich Hollywood.
Tatsächlich scheint der deutsche Regisseur mittlerweile in Hollywood angekommen zu sein. Nach seinem ersten Hollywoodfilm "Rescue Dawn" mit Christian Bale in der Hauptrolle hat er soeben einen Horrorthriller abgedreht und Produzent von "My Son, My Son, What Have Ye Done" ist kein Geringerer als David Lynch. Wie sehr Herzog und seine Filme in Amerika zu allgemeiner Bekanntheit gelangt sind, zeigt sich unter anderem daran, dass sich gleich mehrere amerikanische Filmemacher auf ihn beziehen. Beispielsweise Harmony Korine. Das enfant terrible des amerikanischen Films setzt Werner Herzog in seinen Filmen als Schauspieler ein, zuletzt in "Mister Lonely". Wir zeigen "Julien Donkey Boy" (1999). Darin lässt Korine ihn nicht nur den bösen Vater spielen - den "Evil German" wie ihn Herzog auch in Zak Penns "The Grand" verkörpert – Herzog kommt auch über eine lange Strecke aus dem Off zu Wort und erzählt in seiner unnachahmlichen Weise eine seiner vielen Geschichten. Diese Hommage zeigt Herzog als jene Legende, zu der er sich selbst gerne stilisiert. Weniger seiner Person, als vielmehr seiner Art zu filmen und seinem Verständnis von Fakten und Fiktion ist "Incident at Loch Ness" (2003) gewidmet. Regisseur Zak Penn lässt Herzog hier nicht nur von seinen abstrusen Abenteuern berichten, er spielt regelrecht mit Herzogs Wahrheitsverständnis. Erfindet Herzog in seinen Dokumentarfilmen Szenen dazu, um eine Figur klarer zu zeigen und lässt er in seinen fiktionalen Filmen tatsächlich auf dem Set geschehen, was der Zuschauer zu sehen bekommt, so führt Penn diese Verzahnung von Fakten und Fiktion nochmals eine Drehung weiter.

Grizzly Man
Umrahmt werden diese beiden Filme von Werner Herzogs zwei letzten Dokumentarfilmen, die zu seinen beeindruckendsten gehören und mit denen er in Amerika auf grosses Echo gestossen ist. In "Grizzly Man" (2005) verwebt Herzog das Filmmaterial des selbst ernannten Grizzly-Beschützers Treadwell mit seiner eigenen Spurensuche nach der Hinterlassenschaft des Bärenfreaks, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hatte, bis er 2003 von einem Grizzly angefallen und gefressen wurde. In "Encounters at the End of the World" (2007) reist Herzog in die Antarktis, um dort auf eine Gruppe forschender Sonderlinge zu stossen, inmitten sensationeller Naturphänomene. Herzogs letzter Dokumentarfilm wurde für einen Oscar nominiert und bis wir ihn im März zeigen, hat er ihn vielleicht schon gewonnen. Dann wäre Herzog endgültig in Hollywood angekommen.
Geschichten der Wahrnehmung #1:
Wolfgang Tillmans
Burkhard Meltzer (freier Kurator, Kritiker) und
Nicola von Senger (Galerist, Sammler) im Gespräch
Zur Reihe Personal Paradigm sind Gäste eingeladen, die über mehrere Jahre das Schaffen eines Künstlers verfolgen. Man könnte in diesem Fall von einer persönlichen Beziehung sprechen, die einem künstlerischen Prozess gegenüber aufgebaut wurde. Wie verändert sich der Blick auf eine Arbeit über einen längeren Zeitraum hinweg? Entstehen dabei Momente von Nähe oder Distanz? Manche Entwicklungen beeinflussen sogar die Paradigmen eines persönlichen Kunstverständnisses. Selten gezeigte Künstlerbücher sowie einige Arbeiten aus den Sammlungen der Gäste begleiten das Gespräch.

Personal Paradigm Vol. 1
Going Nowhere
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung von David Shrigely in der Galerie Francesca Pia zeigt Corner College die Shrigley Library sowie Shrigley Filme. Geöffnet ab 23 Uhr mit Bar und Musik, in Anwesenheit des Künstlers.

David Shrigley, Untitled, 2008
Galerie Francesca Pia
If One Thing Matters –
A Film About Wolfgang Tillmans
In den 90er Jahren wurde Wolfgang Tillmans mit Fotos von Partys und Club-Leben bekannt. Seine Bilder wirkten, als habe er zufällig auf den Auslöser einer Kamera gedrückt. Heute zählt er zu den bekanntesten Fotografen der Welt. Vier Jahre lang hat Filmemacher Heiko Kalmbach ihn mit der Videokamera begleitet und im privaten wie beruflichen Alltag beobachtet.
Corner College zeigt den Film in Anwesenheit des Filmemachers Heiko Kalmbach. Im Anschluss der Filmvorführung findet ein gemeinsames Gespräch statt.

Wolfgang Tillmans
"If One Thing Matters" fängt die Stimme Tillmans' ein und nicht die von Experten. In seiner vermeintlichen Beiläufigkeit ist der Film dicht an seinem Protagonisten, ganz gleich, ob Tillmans liebevoll Staub von seinen Zimmerpflanzen entfernt oder, ebenso präzise und akribisch, mit Engelsgeduld seine Ausstellungen aufbaut. Außergewöhnlich sind Einblicke in Dreharbeiten zu Tillmans' Videodebüt mit der Pop-Band Pet Shop Boys, die offenlegen, dass seine innere Bereitschaft zum Scheitern auch seinen Erfolg ermöglicht hat. Ob er schillernde Stars oder graue Mäuse abbildet, Tillmans' künstlerische Größe offenbart sich im Abpassen des unerwarteten Moments, denn, so Tillmans, "jedes ausgedachte Zeug ist eben nur ausgedachtes Zeug". Indem Kalmbach Banales und Glamouröses gleichwertig verdichtet, dabei stets den ungeahnten Augenblick zu fassen vermag, tut er es seinem Sujet erfolgreich nach.
-- Ansgar Vogt
What is Peak Oil?
Im Rahmen der Ausstellung "Dada & Fluxus" im Cabaret Voltaire präsentiert der Shop des Dada Hauses in Kooperation mit Corner College eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema "postfossiles Zeitalter". Die Reihe ist aufgeteilt in zwei Filmvorführungen und zwei Vorträge.

Voraussage des Peak Oil (blau) und Realität der US Erdölproduktion (rot)
Teil 4:
Vortrag von Petra Huser von der Vereinigung ASPO (Association for the Study of Peak Oil)
Dass die Welt auf Peak Oil und Peak Gas zusteuert ist im Prinzip unbestritten. Zur Debatte steht: Wann werden Peak Oil und Peak Gas eintreten, und was werden wir tun, um mit dieser Herausforderung umzugehen. Die ASPO CH betont dazu: Erdöl wird in absehbarer Zeit knapp. Die Zeit vor dem Eintreten des Peak Oil sollte zur umsichtigen Vorbereitung genutzt werden.
ASPO Website
Les Boîtes de l'Avenir
Im Rahmen der Ausstellung "Dada & Fluxus" im Cabaret Voltaire präsentiert der Shop des Dada Hauses in Kooperation mit Corner College eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema "postfossiles Zeitalter". Die Reihe ist aufgeteilt in zwei Filmvorführungen und zwei Vorträge.

Les Boîtes de l'Avenir, Postfossil, 2009
Die Zürcher Designer-Gruppe "Postfossil" beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit den Problemen der Ressourcen-Knappheit und will durch den Einsatz alternativer Materialen auf einen bewussteren Umgang mit Rohstoffen hinweisen. Für die Ausstellung "Dada & Fluxus" entwickelten sie in Anlehnung an die Fluxus-Tradition die "Boîtes de l'Avenir", sozusagen Survival-Kits für das postfossile Zeitalter. In ihrem Vortrag stellen sie dieses Projekt vor und beantworten Fragen zu ihrer Arbeit.
Postfossil Website
A Crude Awakening / The Oil Crash
Im Rahmen der Ausstellung "Dada & Fluxus" im Cabaret Voltaire präsentiert der Shop des Dada Hauses in Kooperation mit Corner College eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema "postfossiles Zeitalter". Die Reihe ist aufgeteilt in zwei Filmvorführungen und zwei Vorträge.

A Crude Awakening / The Oil Crash (2006)
Teil 3:
Filmvorführung von "A Crude Awakening / The Oil Crash"
Wir wissen es alle. Öl ist eine nicht erneuerbare Ressource. Doch obwohl die globale Wirtschaft direkt oder indirekt davon abhängt, fragen sich nur sehr wenige, was passiert, wenn die allerletzte Quelle versiegt sein wird. Dabei hat die Geschichte gezeigt, dass Öl nicht ewig aus dem Boden sprudelt. In Baku (Aserbaidschan), dem Maracaibo-See (Venezuela) und Texas (USA), die Anfang des letzten Jahrhunderts einen Grossteil des schwarzen Goldes gefördert haben, ist der Spass mittlerweile vorbei. Übrig geblieben sind nur noch Industrieruinen. Dabei haben zu der Zeit ganze Kontinente wie Asien und Afrika noch fast kein Öl gebraucht.

It's a winner!
Wenn aber die Ökonomien Indiens und Chinas weiterhin so wachsen werden wie bisher, wird der Öl-Verbrauch noch weiter ansteigen. "Peak Oil" ist nur noch eine Frage der Zeit. So nennen Wissenschafter das Phänomen, wenn die maximale Fördermenge erreicht ist, und es stetig weniger wird. So tauchen fragen auf. Werden Kriege geführt werden für die letzten Ölreserven? Wieviel Öl gibt es wirklich noch? Werden wir alle bald wieder wie im 19. Jahrhundert leben müssen? Gibt es Alternativen zur Energiegewinnung? Der Dokumentarfilm "A Crude Awakening - The Oil Crash" sucht Antworten.
Cabaret Voltaire
Official Oil Crash Website
Mad Max I
Im Rahmen der Ausstellung "Dada & Fluxus" im Cabaret Voltaire präsentiert der Shop des Dada Hauses in Kooperation mit Corner College eine vierteilige Veranstaltungsreihe zum Thema "postfossiles Zeitalter". Die Reihe ist aufgeteilt in zwei Filmvorführungen und zwei Vorträge.

Auf der Suche nach dem Sprit.
Den Start der Reihe bildet Mad Max I (1979): Die Erde ist wüst, die Ordnung zerfallen, und auf den Highways liefern sich Banden und Polizei wilde Rennen. Den grausamen Motorradrockern "Glory Riders" stehen schwerstbewaffnete Cops mit 600 PS-starken Karossen gegenüber. Einer der letzten aufrechten Gesetzeshüter ist Max. Als bei einer Jagd auf die Rocker sein bester Freund stirbt, quittiert Max den Dienst. Mit seiner Frau Jessie und seinem Sohn zieht er durchs Land, kann dem Endzeitkrieg jedoch nicht entkommen. Der sadistische Toecutter tötet Max' Kind und schlägt Jessie zum Krüppel. Aus Max wird "Mad Max" und bis an die Zähne bewaffnet startet er seinen Rachefeldzug...
Ab 19 Uhr wird ein fossil angehauchtes Nachtessen serviert, der Film beginnt um 21 Uhr.
Cabaret Voltaire
Ausnahmezustand, was heisst das?
Sicherheit vor Recht — Moral statt Ethik
Das Gespräch findet im Rahmen der Ausstellung von Seline Baumgartner im Wartesaal statt.
In der Video-Audio-Installation "Shake Hands with the Devil" geht Seline Baumgartner der Frage von Selbstbestimmung nach. Dabei erforscht sie auf psychologischer Ebene Verhaltensweisen in Extremsituationen. Ausgangssituation bilden dabei vor allem jüngste Kriegsverbrechen, wo durch die Medien Verhaltensweisen der beteiligten Täter und betroffenen Opfern genaustens dokumentiert wurden. Dabei sind einige Taten von schier unvorstellbarer Grausamkeit aufgefallen und haben Fragen nach moralischem Verhalten in politischen Ausnahmezuständen aufgeworfen. Der Fakt, dass Menschen aufgrund solcher Ausnahmezustände zu Handlungen fähig sind, die man ihnen unter alltäglichen Bedingungen nicht im mindesten zutrauen würde, ist seit jeher beobachtbar. Seline Baumgartner untersucht in ihrer Arbeit anhand von psychologischen sowie literarischen Auszügen dieses Phänomen. Im Zentrum steht das Verhältnis von Selbstbestimmung und Fremdeinfluss.
Bereits in ihrer letzten Arbeit "Back Home", welche im Rahmen der Zürcher Stipendien Ausstellung im Helmhaus gezeigt wurde, thematisierte die Künstlerin die Rolle von Kriegsveteranen und verweist dabei auf die Grenze von Täter und Opfer, welche sich zu verwischen beginnt. Aus den wiedergegebenen Gesprächen mit den ehemaligen Soldaten wird klar, dass sie mit ihrem Verhalten eigene moralische Werteinstellungen überschritten haben.
The Unbreakables
Seit zehn Jahren in einem Schuh und glücklich dabei. "Die drei Weichen, ein Schuh, ein Auge und ein Ei" ist die neueste Arbeit von Mickry3. Sie wird in zwei Varianten aus PU-Weichschaum produziert und von Hand bemalt. Jedes Objekt wird nummeriert und von den Künstlerinnen signiert und kann für Fr. 100.– (Objekt A) bzw. Fr. 350.– (Objekt B) erworben werden.

Die drei Weichen, ein Schuh, ein Auge und ein Ei
Der Erlös aus dem Skulpturen-Verkauf kommt der Finanzierung der geplanten Monographie "10 Jahre Mickry3" zugute – ein Rückblick auf das zehnjährige Schaffen der drei Künstlerinnen, mit unzähligen Einblicken, Fotos und Zeichnungen. Das zweisprachige Buch (d/e) umfasst ca. 200 Seiten; mit Texten von Mark Divo (Künstlerfreund), Thomas Hämmerli (Journalist), Heike Munder (Direktorin migros museum für gegenwartskunst) und Susanne Schrödter (Kunsthistorikerin). "10 Jahre Mickry3" erscheint im Frühjahr 2009 beim Kunstbuchverlag edition clandestin, Biel/Bienne.
The Unbreakables
Seit zehn Jahren in einem Schuh und glücklich dabei. "Die drei Weichen, ein Schuh, ein Auge und ein Ei" ist die neueste Arbeit von Mickry3. Sie wird in zwei Varianten aus PU-Weichschaum produziert und von Hand bemalt. Jedes Objekt wird nummeriert und von den Künstlerinnen signiert und kann für Fr. 100.– (Objekt A) bzw. Fr. 350.– (Objekt B) erworben werden.

Die drei Weichen, ein Schuh, ein Auge und ein Ei
Der Erlös aus dem Skulpturen-Verkauf kommt der Finanzierung der geplanten Monographie "10 Jahre Mickry3" zugute – ein Rückblick auf das zehnjährige Schaffen der drei Künstlerinnen, mit unzähligen Einblicken, Fotos und Zeichnungen. Das zweisprachige Buch (d/e) umfasst ca. 200 Seiten; mit Texten von Mark Divo (Künstlerfreund), Thomas Hämmerli (Journalist), Heike Munder (Direktorin migros museum für gegenwartskunst) und Susanne Schrödter (Kunsthistorikerin). "10 Jahre Mickry3" erscheint im Frühjahr 2009 beim Kunstbuchverlag edition clandestin, Biel/Bienne.
A–Z/ A=A (s. Identität) und Spector Books
Corner College reduziert den Temporary Bookshop auf einen One Night Bookshop und freut sich, in diesem Format die Publikationen des Leipziger Verlages Spector Books zu zeigen, insbsondere das Buch "A–Z/ A=A (s. Identität)" von Lina Grumm, welches ebenda erschienen ist.

A–Z/ A=A (s. Identität)
A–Z/ A=A (s. Identität) kreist um Bilder als Denkfiguren, die Theorien transportieren und Begriffsfelder konstruieren. 136 Bildtafeln versammeln Motive verschiedenartiger Herkunft zu Konstellationen, die auf Momente von Wiederholung, Assoziation, Vergleich, Repräsentation und Referenz bauen und die die Wandelbarkeit der Lesart eines einzelnen Bildes in Abhängigkeit von seinem jeweiligen Kontext demonstrieren. Gegliedert wird das Buch durch 180 Begriffe, die am Kopf jeder Seite stehen und die auf separaten alphabetisch geordneten Seiten erläutert werden. Die Begriffe werden nicht allgemeingültig definiert – vielmehr wird der Versuch unternommen, die Begriffe durch die Kombination einzelner möglicher Bedeutungsaspekte neu zu konzipieren.

A–Z/ A=A (s. Identität)
Die Autorin ist anwesend, im Hintergrund spielt der "A-Z Soundtrack", Getränke werden ausgeschenkt und weitere Publikationen von Spector Books sind zum anschauen und kaufen ausgelegt.
Mehr Informationen unter: http://www.spectormag.net oder auf http://www.hit-studio.co.uk/index.php?/project/az/
Der VW-Komplex von Hartmut Bitomsky
Im Rahmen der Krise in der Automobilbranche und unserer Reihe deutscher "Hardcore-Dokumentarfilme" zeigen wir Hartmut Bitomskys "Der VW-Komplex" über den das Zweitausendeins Filmlexikon schreibt: "Dokumentarischer Film über die Geschichte des Automobilkonzerns Volkswagen, verknüpft mit Aspekten aus der Geschichte der Stadt Wolfsburg. Weniger an den sozialpolitischen Aspekten des Themas interessiert, reflektiert er in bewußt assoziativer Kommentierung über den Konzern, die Fabrikhallen, die Menschen und Maschinen. Im Zusammenspiel aus den klug aufgenommenen Bildern und dem hintersinnigen Kommentar ergibt sich eine ebenso komplexe wie spannende Auseinandersetzung mit der industriellen Arbeit und der Schwierigkeit ihrer Abbildbarkeit."

Der VW-Komplex, 1988
Oder aber: "Einer der besten Dokumentationen, die je gemacht wurden. Sie beschreibt den Werdegang der Volkswagenbetriebe. Von Porsches erstem Entwurf für den Käfer, über Hitler, bis zum Golf. In Cinemascope
seeehr langsam gefilmt und gesprochen. Ein Meisterwerk, dem man sich nicht entziehen kann." (Bulga)

Seeehr langsam gefilmt.
Die gezeigte Version ist ein digitalisiertes VHS-Tape, die Qualität also teils schwierig, doch leider ist dieser Film bislang nicht auf DVD erschienen. Deutsche Fassung, Dauer ca. 90 Minuten.
http://www.imdb.com/title/tt0122301/
Die Schlafgeschichten von Bözingen
In Form einer Erweiterung des bestehenden Museums Bözingen im gleichnamigen Dorf baute Roland Roos einen Schlafraum. Dieser war mit einem Tisch, einem Stuhl, Schreibutensilien sowie einer Schlafgelegenheit für eine Person ausgestattet. Eine Übernachtung im Schlafraum war nach erfolgter Onlinereservation möglich, jedoch mit der Auflage verbunden, dem Künstler vor der Abreise eine Schlafgeschichte zukommen zu lassen, deren rechtlicher Eigentümer Roland Roos wurde.

Roland Roos, Die Schlafgeschichten von Bözingen, 2008
Diese Geschichten sind nun im Buch "Die Schlafgeschichten von Bözingen" versammelt, aus dem Anna-Katharina Müller im Rahmen der Vernissage lesen wird.
Mehr Informationen auf www.rolandroos.net
1. Zürcher Zine Sezession
Die intime und obsessive Tätigkeit der im Privaten statt findenden Vervielfältigung von künstlerischen Inhalten bietet einen sowohl alternativen wie auch individuellen Gegenentwurf zur kapitalistischen Realität des kommerziellen Verlagswesens. In Kellern und in Schlafzimmern, auf Stubenböden und an Küchentischen entstehen heutzutage eine Vielzahl unabhängiger Verlagsprodukte. Meist in kleinen Stückzahlen und oft von Hand gefertigt richten sich diese Produkte an eine bekannte Zielgruppe von Gleichgesinnten, die sowohl über die Inhalte als auch die Absatzkanäle informiert ist. Die dabei entstehende direkte Linie vom Produzent zum Konsument ermöglicht radikale und unzensurierte Formen der Kommunikation, die in einem wirtschaftlichen Umfeld oft chancelos bleiben würden.

1. Zürcher Zine Sezession 2008 Official Logo
Die "1. Zürcher Zine Sezession" stellt als Mischung zwischen Verkaufsmesse und Ausstellung rund 40 Exponenten der Independent Publishing Szene während einem Tag eine Plattform zur Verfügung. Auf der gesamten Grundfläche des Perla-Mode Hauses werden die Printprodukte nationaler und internationaler Kleinverlage, Gruppen und Einzel-Akteure zu sehen und zu kaufen sein.

1. Zürcher Zine Sezession 2008 Official Mascotte
Alain Kupper (Zürich, CH)
Andrew Jeffrey Wright (Philadelphia, USA)
Anne Käthi Wehrli and Lena Reiser (Zürich / St. Gallen, CH)
Asher Penn with Larrys Canadian Fine Arts (Berlin, DE)
Azple (Zürich, CH)
Boabooks (Geneva, CH)
Cafe Royal (Liverpool, UK)
Camilla Candida Donzella (Milano, IT)
Eric Andersen (Zürich, CH)
Erik van der Weijde (Amsterdam, NL)
Fanzine No. 1 (Köln, DE)
FAUND (Lausanne, CH)
Flag (Zürich, CH)
Grrrr (Zürich, CH)
Innen Zines (Budapest, HU)
Islands Fold (Vancouver, CN)
Je suis une bande de jeunes (Lyon, FR)
Jürg Lehni & Alex Rich (London, UK)
Kaugummi Editions (Paris, FR)
KSet Archiv (Zürich, CH)
Laser Magazin (St. Gallen, CH)
Les Editions du 57 / Frederic Magazine (Dunkerque, FR)
Linus Bill (Biel/Bienne, CH)
Lukas Zimmermann (Zürich, CH)
Malheft (Zürich, CH)
Nazi Knife (Paris, FR)
Nieves (Zürich, CH)
Pipifax (Zürich, CH)
Retard Riot (New York, USA)
Rollo Press with Mini (Zürich, CH)
Sergej Vutuc & Lele (Heilbronn, DE)
Shoboshobo (Paris, FR)
Sidonie Nuoffer & Stigy (Zürich, CH)
Sonntagsfreuden (Zürich, CH)
Soyfriends (Larvik, NO)
Stefan Marx (Hamburg, DE)
Sumi Ink Club / Glaciers of Nice (Los Angeles, USA)
The Lions (Vancouver, CN)
TTC (Copenhagen, DK)
Turbo Magazine (Biel/Bienne, CH)
Used Future (Basel, CH)
Utrecht (Tokyo, JP)
Yonizine (Zürich, CH)
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En Plus:
Bar mit Drinks und Musik
Konzert mit Fai Baba und Galopp aka. "Remarkable Rocket"
um 22 Uhr
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1. Zürcher Zine Sezession 2008 Official Flyer
Still Life von Harun Farocki
According to Harun Farocki, today's photographers working in advertising are, in a way, continuing the tradition of 17th century Flemish painters in that they depict objects from everyday life - the "still life". The filmmaker illustrates this intriguing hypothesis with three documentary sequences which show the photographers at work creating a contemporary "still life": a cheese-board, beer glasses and an expensive watch.

Still Life, Harun Farocki, 1997
This remarkable film by Harun Farocki is a powerful essay and commentary on contemporary life. It compares the still-lifes of the Dutch painters with the still-lifes of today: Photographs for advertisements for cheese, beer and watches. Farocki's film is about objects because, according to the director, "Gods and heroes are no longer imaginable." Using behind-the-scenes glimpses of modern advertising offices, where employees toil at the proper placement of objects for maximum sales effect, Farocki presents a vision of our reality in which objects bear witness to their producers. In these objects is a new image of man. With English commentary.

The cheese board
Volume 2:
Utrecht (Japan)
Utrecht ist der Name eines Tokyoter Buchladens, der sich im dritten Stock eines Appartment-Hauses befindet und nur auf Voranmeldung besucht werden kann. Nebst diesem Shop in Nakagemuro betreibt Utrecht neu einen Raum in Aoyama, welcher gleichzeitig als Ausstellungs- und Verkaufsfläche funktioniert. Als Verlag publiziert Utrecht Bücher junger japanischer Künstler und vertreibt Publikationen internationaler unabhängiger Kleinverlage.

Utrecht Bookstore
Während einer Woche präsentiert und verkaufte Corner College im zweiten Teil der Reihe "Temporary Bookshop" eine kleine Auswahl von Utrecht's Publikationen, die sonst kaum in Europa erhältlich sind.
Eröffnung: 7.11.2008, 18 - 21 Uhr
Täglich geöffnet: 8.11. - 15.11.2008, 14 - 18 Uhr
Utrecht Books Website
Utrecht Books auf Shift
Ways of Seeing von John Berger

Ways of Seeing, John Berger, 1972
"Ways of Seeing" ist eine vierteilige Fernseh-Serie, die John Berger zusammen mit Produzent Mike Dibb 1972 für die BBC realisiert hat. Die Serie bildete parallel das Fundament für das gleichnamige Buch, welches kurz darauf bei Penguin erschienen ist. "Ways of Seeing" kritisiert die vorherrschende kulturelle Ästhetik des Westens und hinterfragt die in der abendländischen Kulturproduktion versteckten ideologischen Werte. Corner College zeigt alle vier Teile à je 30 Minuten im Originalton und ohne Untertitel.
Art, Benjamin, Cosmetics

Folge 1
Men Dream of Women

Folge 2
The History of Oil Painting

Folge 3
Selling Glamour

Folge 4
John Berger wurde 1926 in London geboren. Er absolvierte ein Kunststudium und war dann Zeichenlehrer und Maler mit mehreren erfolgreichen Ausstellungen. In den fünfziger Jahren beteiligte er sich an der internationalen Kampagne "Artists for Peace". Seine Kunstkritiken erschienen in zahlreichen Zeitschriften. Außerdem arbeitete er für das Fernsehen und schrieb Drehbücher. 1989 erhielt Berger den Österreichischen Staatspreis für Publizistik. Heute lebt er in einem Bergdorf der Haute Savoie, weil er sich hier "näher an der wirklichen Welt" fühlt. Für sein Werk erhielt John Berger 1991 den Petrarca-Preis.
Buchbesprechung von Peter Biľak
Mister Lonely von Harmony Korine
Corner Kino zeigt den dritten, lang ersehnten Spielfilm des amerikanischen Regisseurs Harmony Korine (Gummo, Julien Donkey-Boy). "Mister Lonely", ein Doppelgänger von Michael Jackson (Diego Luna), verdient sein Geld auf den Straßen von Paris. Während einer Vorstellung verfällt er einer strahlend schönen "Marilyn Monroe" (Samantha Morton), die ihn auf eine Reise in die schottischen Highlands zu einer merkwürdigen Gemeinschaft von Doppelgängern einlädt. Dort leben Abraham Lincoln, Rotkäppchen, die drei Stooges, die Königin von England, der Papst, Madonna, Buckwheat, Sammy Davis Jr. – und Marilyns Tochter Shirley Temple mit ihrem Mann Charlie Chaplin (Denis Lavant), einem finsteren Manipulanten. Alle zusammen bereiten sie ihren ersten gemeinsamen Auftritt vor.

Michael & Marilyn
Die Kritiken des Films sind sehr unterschiedlich, doch eigentlich ist das sekundär, denn Werner Herzogs Auftritt alleine macht die Sache sehenswert.

Michael
Parallel dazu präsentiert Nieves das Sktript-Buch zum Film, welches zu Beginn dieses Jahres erschienen ist.
Mister Lonely Skript Buch

Mister Lonely Skript Buch
Bicycle Film Festival
Im Rahmen des Bicycle Film Festival 2008, das in Zürich v.a. im Xenix statt findet, zeigt Corner College künstlerische Arbeiten mit Bezug aufs Radfahren von Wood Wood, Peter Sutherland, Max Knight und der Mediengruppe Bitnik. Mehr Details und ein vollständiges Programm des Fetivals finden Sie bald hier: Bicycle Film Festival.

"Walk Bike", Max Knight
Soirée Motto #5: Uovo Open Office Basel
Uovo is a quarterly magazine which offers an independent point of view on contemporary art.

Uovo isue 18

Referential material
Uovo No. 18 has been created during Uovo Open Office Basel, in the occasion of the art fairs period in june 2008. Artists were invited in a space to create site specific works and record interviews. The whole process has been documented and later assembled in the current issue of Uovo. Various documentation elements will be presented for the launch, in presence of the publisher Chiara Figone. Artists presented in the issue include: Giorgio Andreotta Caló, Darri Lorenzen, David Nuur, Jorge Peris, Reto Pulfer, Yorgos Tsapountzis.

Issue 18 spread
Soirée Motto #4: Gagarin
Wilfried Huet, editor of Gagarin, presents the magazine's latest issue (No. 17) including exclusive contributions by Aleksandra Mir, Peter Friedl, Saâdane Afif, Apichatpong Weerasethakul, Lee Bul, Danh Vo, Philip Metten and Adam Chodzko.

First Woman on the Moon, Aleksandra Mir, 1999
The launching will be accompanied by a screening of Aleksandra Mir's "First Woman on the Moon" (1999, 12', courtesy Galerie Laurent Godin, Paris) and some quotations from Apichatpong Weerasethakul's "Tropical Malady" (2004, courtesy Kick the Machine Films, Bangkok).
www.gagarin.be

Wilfried Huet, editor of Gagarin

Gagarin issue 17
Soirée Motto #3: Mono.Kultur
Kai von Rabenau, editor of mono.kultur, presents the magazine's latest issue (No. 17) on Polish artist Pawel Althamer. Accompanying the launch, video work by Pawel Althamer will be screened at Corner Cinema at 21.00.

Kai is in town!
mono.kultur is an interview magazine from Berlin
Questions and answers
Conversations with the interesting few
In full length and depth, extensive and unfiltered
www.mono-kultur.com

Bookshop people

David Shrigley tote bags
Soirée Motto #2: Dot Dot Dot
Since its conception in 2000 DDD has immatured into a jocuserious fanzine-journal-orphanage based on true stories deeply concerned with art-design-music-language-literature-architecture and uptight optipessimistic stoppy / revelatory ghostwriting by friendly spirits mapping b-sides and out-takes pushing for a resolution in bleak midwinter through late summer with local and general aesthetics wound on an ever tightening coil.

Dot Dot Dot à gogo!
In the context of the presentation of Dot Dot Dot No. 16, the movie "F for Fake" (Orson Welles, 1974) will be screened at Corner Cinema at 21.00. Remaining available back issues of Dot Dot Dot will be available.
www.dot-dot-dot.us

This is a film about trickery and fraud.
Soirée Motto #1: Kilimanjaro
Olu Michael Odukoya, editor of Kilimanjaro, will host a release event for the magazine’s latest issue (No. 8) entitled "Visual Surrealism & Virtual Reality". A video entitled "Just for kids" which is related to the release will be screened at Corner Cinema.

Art, Love & Everday Life
In it’s own words, Kilimanjaro is a vibrant printed space dedicated to visual culture and editorial experimentation. Kilimanjaro’s aim is to generate an environment in which ideas reason with visual pleasure.
www.kilimag.com

Michael & Martin

Michael preparing

Kilimanjaro issue No. 7
Volume 1:
Motto Distribution
Gelegentlich übernimmt Corner College die Funktion eines Kiosks und stellt Verlagen, Vertrieben und Gestaltern seine Räumlichkeiten als temporäre Plattform zur Verfügung.

Magazines à gogo!
Am 27. September startet der in Berlin ansässige Lausanner Alexis Zavialoff mit seiner “Motto Distribution” die Reihe “Temporary Bookshop”. Während einer Woche wird Corner College zum Buchladen für internationales zeitgenössisches Magazin-Schaffen – mit regulären Öffnungszeiten und einer Restpostenkiste.

Im Shop (I)

Im Shop (II)
Folgende Titel werden während dieser Zeit erhältlich sein: 032c, A Prior, Apartamento, Arkitip, Back Cover, Basso, Bidoun, Butt, Cabinet, Capricious, Cosmic Wonder Free Press, Currency, Daddy, Dik, Dot Dot Dot, F-T-P, Foam, Gagarin, Here and There, Kasino A4, Kaugummi, Kilimanjaro, Laser, Magazine (Paris), Mono Kultur, Museum Paper, Odds & Ends, Pablo Internacional, Palais, Paperback, Paradis, Piktogram, Pin Up, Plazm, Purple Fashion, Purple Journal, Sang Bleu, Self Service, Spin, Stream, The Bookmakers Ed., The Journal, Unagi books, Uovo, Used Future, Useless ...

Im Shop (III)
Öffnungszeiten:
Täglich von 14:00 - 18:30 Uhr
Motto Distribution
Ich will wieder mal mit dir (II)
Alexis Saile, Poet und Versager, besitzt einen Schlüssel zum Schaufenster im Corner College und agiert dort zwischen dem 15. September und 15. Oktober 2008 unverkennbar, kurzschlussmässig und (fast) jeden Tag.

No. 1

No. 2
Yonic
Die Schweizer Künstlerin Geraldine Belmont lebt und arbeitet seit vier Jahren in der Brasilianischen Kleinstadt Itacaré an der Küste von Bahia, wo sie das Projekt “Yonic” gegründet hat. Yonic bezeichnet sich als “ökosophische” Zelle, die sozialen und umweltpolitischen Problemen realisierbare Lösungen entgegensetzen will. Was als Kunstprojekt anfing entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer lokal orientierten Produktionsstätte, die auf Wiederverwertung von Abfall spezialisiert ist.

Yonic Hauptquartier in Itacaré
Ein Beispiel für die Arbeitsweise von Yonic bildet FOUND, eine Reihe von Produkten die aus wiederverwendetem Plastik hergestellt werden. Plastiksäcke stellen eine massive Bedrohung für unsere Umwelt dar. Millionenfach ausgehändigt und durch ihre Leichtigkeit weit verstreut finden sie ihren Weg in abgelegene Zonen wo sie für den Tod von Tieren an Land und im Wasser verantwortlich sind, etwa wenn diese die kleinen Plastiksack-Fetzen fälschlicherweise als Nahrung interpretieren.
Yonic sammelt und reinigt solche Säcke ein und benutzt sie als Rohstoff für eine Reihe von Alltagsgegenständen (Taschen, Schuhe, Gürtel, etc.), die unter dem Label FOUND verkauft werden.

Säcke werden eingesammelt...

...und in eigenen Werkstätten wiederverwertet

Gelbeutel aus der Serie FOUND
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Yonic 1

Yonic 2
50 Cent - Get Rich or Die Trying
Die Tagline sagt dazu "A tale of an inner city drug dealer who turns away from crime to pursue his passion, rap music." und der Rest der Geschichte ist ja bestens bekannt. Der Film kriegt bei IMDB ganze 3.7 von 10 Punkten aber mal schauen, vielleicht ist er gar nicht so schlecht.
Regie: Jim Sheridan, USA, 2005

Curtis Jackson aka. 50 Cent
Things from "A La Mode"
Anlässlich der Buchvernissage von "Whyart - A La Mode" zeigt Corner College Kleider von Aude Lehmann und eine Edition von Lex Trüb. Die Objekte sind bis zum 15.9.2008 im College zu sehen.

Lex Trüb - Edition für Whyart (1/6, 250.-)
Yves Saint Laurent
His Life and Times
&
5 Avenue Marceau 75116 Paris
Im Rahmen der Buchvernissage von A La Mode zeigt das Corner College zwei Dokumentarfilme in Spielfilmlänge über den Mann, der die Damenmode neu interpretiert hat. His Life and Times ist eine intime Biografie mit ausführlichen Interviews mit dem zurückgezogen lebenden Designer. 5 Avenue Marceau 75116 Paris hingegen ist ein Blick hinter die Kulissen von Saint Laurents legendärem Atelier während der Arbeit an seiner letzten Kollektion im Jahr 2002. (Regie: David Teboul, Frankreich, 2002)

Yves Saint Laurent (1936 – 2008)
Whyart – A La Mode
The Third Way of Fashion
18.30 Uhr: Tan Wälchli über 50Cent
19.00 Uhr: Daniela Janser über Paris Hilton
20.30 Uhr: Performance von Michael Hiltbrunner
Was heisst es heute, “à la mode” zu sein? Wenn Karl Lagerfeld für H&M arbeitet, Bruno hinter Paris Hilton über den Laufsteg robbt und Louis Vuitton einen Shop in der Murakami-Ausstellung betreibt, scheinen die Grenzen zwischen Kunst und Mode, Original und Kopie, “in” und “out” schwieriger zu ziehen denn je.

A La Mode - The Third Way of Fashion
A La mode, nach Aura und Glamour der dritte Band in der Whyart-Serie, schlägt einen neuen Zugang zum Thema vor. Von Viktor&Rolf bis 50Cent, von Kate Moss bis Sarah Jessica Parker machen sich die Beiträge des Buches auf die Suche nach einem “dritten Weg” der Mode jenseits der überkommenen Gegensätze. Mit Bildbeiträgen von Shirana Shahbazi, JOFF&Julia Born, Dimitri Broquard, Bastien Aubry u.a.
Buch bei Nieves bestellen

© Dimitri Broquard und Valerio D'Odorico
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Ein paar Bilder vom Anlass aus Georges' Digitalkamera
(more to come):

The Corner

College Lampe, Tisch und Stühle von Kueng-Caputo

Partnerlook

Kleider: Aude Lehmann

Schaufenster

Announcement

College Regal von Kueng-Caputo

Aude und Peter
Building the College
Der Eckraum im Perla Moda wird umgebaut. Kueng-Caputo (Sarah Küng und Lovis Caputo) realisieren dabei ihren Entwurf, der fast ohne finanzielle Mittel auskommt, dafür vorhandenes Material wiederverwertet und neu interpretiert. Der vordere Raum dient als multifunktionaler Treffpunkt, geeignet für Vorträge, Workshops oder auch Mittagessen. Der hintere hingegen ist mit seiner Kino-Bestuhlung vor allem für im Dunkeln stattfindende Tonbild-Schauen nutzbar.

Corner College Schaufenster mit Regal

